Aachen - AVV: Fahrpreiserhöhung kommt schon im Januar

AVV: Fahrpreiserhöhung kommt schon im Januar

Von: Jessica Küppers
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Bus- und Bahnfahren wird wieder teurer. Doch dieses Mal nicht erst im April kommenden Jahres, sondern schon ab dem 1. Januar 2015. Damit erhöht der Aachener Verkehrsverbund (AVV) die Fahrpreise nur neun Monate nach der letzten Anpassung.

Begründet wird die vorgezogene Maßnahme zum einen mit der gewünschten Vereinheitlichung seitens des Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen. Demnach soll der Zeitpunkt einer Preiserhöhung im gesamten Bundesland identisch sein. Angepasst an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), den Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und die Deutschen Bahn in NRW biete sich daher eine Erhöhung zum Jahresbeginn an, hieß es.

Neue Kooperation

Zum anderen vereinfache eine gleichzeitige Tarifanpassung die geplante Kooperation zwischen dem AVV und dem benachbarten Verkehrsverbund Rhein-Sieg. Denn auch diese soll ab Januar kommenden Jahres umgesetzt werden.

Um durchschnittlich 2,78 Prozent werden die Tarife voraussichtlich im neuen Jahr erhöht. Dass dieser Wert unter den Anpassungen der vergangenen Jahre liegt, lässt sich ebenfalls mit der verfrühten Erhöhung begründen.

Für Fahrgäste heißt das konkret: Vor allem Vielfahrer, die Zeit-, Monats- oder Vierfahrtentickets kaufen, müssen in Zukunft mehr bezahlen. Um durchschnittlich 6,2 Prozent steigt der Preis für das Vierfahrten-Ticket an. Das entspricht einer Anhebung von 10 bis 35 Cent pro Ticket.

Auch Minigruppen bis 5 Personen müssen bald tiefer in die Tasche greifen. Durchschnittlich 3,1 Prozent kostet das Ticket künftig mehr. Das macht für die Stadt Aachen preisstufenabhängig 10 bis 65 Cent pro Fahrkarte aus.

Das School- und Funticket für Schüler wird 80 Cent teurer. Ab Januar kostet es dann 26,70 Euro im Monat, wobei der Eigenanteil von 12 Euro für das erste und 6 Euro für das zweite Kind nicht verändert wird. Studenten, die das Semesterticket nutzen, müssen sich hingegen vorerst noch keine Sorgen um geschrumpfte Budgets im Portemonnaie machen. Die Preisverhandlungen laufen noch und werden unabhängig von den aktuellen Tarifanpassungen geführt, berichtet AVV-Sprecherin Birgit Krücken. Eine mögliche Anpassung werde frühestens zum Sommersemester 2015 wirksam. Einzeltickets bleiben von der Anpassung des Tarifs ebenso verschont.

Politiker am Zug

Insgesamt 2,2 Millionen Euro will der AVV durch die Preiserhöhung im kommenden Jahr mehr einnehmen. Damit sollen steigende Aufwendungen gedeckt werden, die vor allem durch zunehmende Energie- und Personalkosten entstehen würden. Außerdem seien öffentliche Zuschüsse gekürzt worden, was die finanzielle Lage weiter anspanne.

Am Montag will AVV-Geschäftsführer Hans-Peter Geulen den Aachener Politikern die neuen Preise im Einzelnen erläutern. Denn deren Plazet ist erforderlich. Eine endgültige Entscheidung fällt am 30. September.

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