Aachen - Autoschieberei an der Oppenhoffallee

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Autoschieberei an der Oppenhoffallee

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
Legale Autoschieber: Zahlreich
Legale Autoschieber: Zahlreiche Pkw waren trotz vorheriger Information an die Anwohner dem Laubräumkommando an der Oppenhoffallee im Wege. Foto: Michael Jaspers

Aachen. An der Oppenhoffallee spielten sich am Dienstag skurrile Szenen ab: Menschen mit gelber Dienstkleidung schoben Autos beiseite, Menschen mit orangefarbener Kleidung kehrten Laub zusammen. Lustig war das allerdings keineswegs, sondern teuer.

Sowohl für die Autobesitzer, als auch für den Steuerzahler. Denn es dauerte letztlich sehr lange und viel länger als geplant, bis die Mitarbeiter des Stadtbetriebs (orange), für Sauberkeit sorgen konnten. Und die Mitarbeiter des beauftragten Abschleppunternehmens Peters (gelb) betätigten sich über Stunden als (legale) Autoschieber.

Was war geschehen? Schon vor Tagen hatte die Stadt angekündigt, dass es an der Oppenhoffallee eine große Aktion zwecks Beseitigung des Herbstlaubs geben sollte. Um die Belastung so gering wie möglich zu halten, sollte dies an einem Tag erledigt werden, eben am gestrigen Dienstag. Deshalb wurden die Autofahrer aufgefordert, zwischen 7 und 16 Uhr ihr Blech stadteinwärts nicht an den linken Straßenrand zu stellen, auf dass die Kolonnen dort arbeiten könnten.

Diese Mitteilung ging über sämtliche Medien, zusätzlich standen etliche Schilder am Straßenrand, die auf das temporäre Parkverbot aufmerksam machten. Um auf Nummer sicher zu gehen, hatte die Stadt auch noch Flugblätter anfertigen lassen und an die Windschutzscheiben gepappt. Das Ergebnis: Der gesamte linke Fahrbahnrand war am Dienstagmorgen zugeparkt, als hätte es die Informationen nie gegeben.

Zunächst landeten einige Autos am Abschlepphaken. So schuf man sich Platz, um die anderen - so sie rollfähig waren - mit Hubgeräten beiseite schieben zu können. Stück für Stück ging es auf diese Art vorwärts. Bilanz: Am Ende waren fünf Autos abgeschleppt und 30 verschoben worden, wie Rita Klösges vom Presseamt auf Nachfrage mitteilte. Bezahlen müssen übrigens nicht nur jene, die am Haken abtransportiert wurden. Auch jene, deren Blech sich ein paar Meter weiter wiederfand, müssen dafür berappen. Allerdings ist das Schieben preiswerter als das Schleppen, wie zu erfahren war.

Fortsetzung in Kürze

Letztlich musste die Aktion dann doch noch abgebrochen werden. Nachdem ungefähr die Hälfte des Weges geschafft war, kam man an die gegenüberliegende Kanalbaustelle der Stawag. Da sei es dann zu unübersichtlich geworden, so Rita Klösges. In Kürze will man dort die Arbeit fortsetzen - wie gehabt mit entsprechender Vorankündigung.

Dass dann wieder alles zugeparkt ist, kann man fast erwarten. Das sei sogar Karneval so, wenn sich dort die Züge aufstellen und ein entsprechendes Halteverbot ausgeschildert ist, so Rita Klösges, die auch einräumt, dass es im Frankenberger Viertel schwierig sei, einen Parkplatz zu finden. Was auch einige Menschen finden, die an der gestrigen Aktion vorbeifuhren, anhielten, Fenster herunterkurbelten und die städtischen Mitarbeiter auch noch beschimpften.
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