Aachen - Autorin Ingrid Davis feiert Erfolg: Eine Mordsgeschichte mit viel Humor

Autorin Ingrid Davis feiert Erfolg: Eine Mordsgeschichte mit viel Humor

Von: David Grzeschik
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„Vergeben und Vergessen“: Die Aachener Krimiautorin Ingrid Davis hat Erfolg mit ihrem Werk. Eine Forsetzung ist in Arbeit. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. In den wenig spektakulären Alltag der Aachener Detektei „Schniedewitz & Schniedewitz“ platzt eine Nachricht, die es in sich hat: Die Karrierefrau Sabrina Kempfer ist spurlos verschwunden. Schnell macht sich Detektivin Britta Sander an die Arbeit.

Der leblose Körper von Sabrina wird schnell aufgefunden. Doch weder Britta noch die Familie glauben an den vermeintlichen Selbstmord. Gewiss: Weder existiert die Detektei „Schniedewitz & Schniedewitz“ in Wirklichkeit, noch hat sich die oben beschriebene Handlung tatsächlich zugetragen. Dafür ist Britta Sander die Hauptfigur eines neuen Krimis, der in Aachen spielt. Er trägt den Titel „Vergeben und Vergessen“ und ist erst kürzlich in die Buchhandlungen gekommen.

Autorin des Buches ist die Aachenerin Ingrid Davis. Sie ist 47 Jahre alt und hat Englisch und Geschichte studiert. Seit Jahren arbeitet sie in Vollzeit bei einem Versandhändler. An dem 291 Seiten umfassenden „Vergeben und Vergessen“ hat sie etwa ein Jahr lang geschrieben. Obwohl sie das Reisen mag, lebt sie gerne in Aachen. Und so wundert es auch nicht, dass die Kaiserstadt letztlich zur Kulisse für die Krimi-Handlung geworden ist.

Wobei: Strenggenommen ereignet sich nicht alles in Aachen. Es gibt ein kurzes Intermezzo an der Mosel. „Und gegen Ende des Buches geht es auch mal für einen Abstecher nach Ostbelgien, da der Euregio-Charakter ja zu Aachen gehört wie die Printe oder das CHIO“, erklärt Ingrid Davis.

„Das Buch lässt sich am ehesten als spannende Aachener Krimi-Komödie klassifizieren. Es ist bewusst leicht und humorig geschrieben“, charakterisiert Davis ihr eigenes Buch. Auf eine bestimmte Leserschaft sei es dabei nicht zugeschnitten. Der Jüngste, der sich das Buch gekauft hat, war bislang 15 Jahre alt, die älteste Leserin zählte 90 Jahre. Mit ihrem ersten Buch ist der Autorin ein Überraschungserfolg gelungen, der so nicht abzusehen war. Insgesamt 250 Exemplare hatte Davis von „Vergeben und Vergessen“ anfertigen lassen.

Da diese längst vergriffen sind, hat Davis eine Auflage von 500 Büchern nachgedruckt. „Ein bisschen geflasht bin ich offen gestanden schon“, sagt Davis. Bereits im Alter von zehn Jahren hatte sie ihre ersten Kurzgeschichten geschrieben, mit der Zeit verlor sie den Hang zum Schreiben ein wenig. Der konkrete Anstoß zum Buch ergab sich schließlich aus einer eher absurden Alltagssituation, wie Davis es beschreibt.

Dabei schreibt Ingrid Davis gar nicht unter ihrem richtigen Namen, sondern unter dem Pseudonym Robin Armstrong. „Ich handhabe das Pseudonym inzwischen als ‚offenes Pseudonym‘, das heißt die Autorenaktivitäten laufen unter dem Namen Robin Armstrong, aber es ist kein Staatsgeheimnis, dass ich dahinter stecke“, sagt Davis mit einem Lachen.

Der große Erfolg hat Davis schließlich schnell dazu veranlasst, ein weiteres Buch zu schreiben. Den zweiten Teil der Reihe möchte sie Ende des Jahres fertigstellen, der Großteil der Handlung ist bereits zu Papier gebracht. „Es wird um die gleichen Ermittler gehen, wobei der Aufhänger ein Wirtschaftsspionagefall sein wird“, verrät die Autorin schon einmal. Und auf eines sollen ihre Leser dann ebenfalls nicht verzichten müssen: Ganz viele Leichen.

„Vergeben und Vergessen“ (Robin Armstrong, 291 Seiten, ISBN: 978-3-00-056018-7) ist für 9,99 Euro online sowie in Buchhandlungen in und um Aachen als Taschenbuch erhältlich.

Allen Interessierten präsentiert Robin Armstrong ihren Aachen-Krimi am Freitag, 15. September, in Eilendorf. Die Lesung zu „Vergeben und Vergessen“ findet in der Buchhandlung „Das Buch in Eilendorf“, Von-Coels-Straße 52, statt, Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro. Karten sind unter anderem telefonisch (0241/5590880) erhältlich. Eine weitere Lesung mit der Autorin ist am 13. Oktober dieses Jahres im Rahmen der 7. Aachener Krimitage geplant.

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