Ausstellung zeigt Zerstörung, Aufbau und Sanierung von St. Josef

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Aachen. In der Nacht vor dem Pfingstfest, am 28. Mai 1944, als die Kirche bereits festlich geschmückt war, trafen mehrere Bomben die Kerzensakristei von St. Josef, den Flankierungsturm und den Chorraum. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die nächstgelegenen Gewölbe emporgehoben und stürzten zusammen.

Allein an diesem Tag starben 94 Pfarrangehörige. Die Kirche war für Gottesdienste nicht mehr nutzbar. Dies geschah vor 65 Jahren.

Keine Pfarrei Aachens ist durch den Krieg so in Mitleidenschaft gezogen worden wie St. Josef. In den weiteren Kriegsmonaten zerstörten 70 Granaten und mehrere Bomben die Turmspitze und das Gewölbe. Noch heute leidet das Gebäude an den Beschädigungen. Fast 400 Gemeindemitglieder fanden im Bombenkrieg und an der Front den Tod.

In diesem Jahr will man bei drei Veranstaltungen der schrecklichen Ereignisse gedenken, auf die Spätfolgen aufmerksam machen und einen mahnenden Blick auf die heutigen Kriege werfen.

Vom 28. Mai bis 14. Juni 2009 gibt es eine Fotoausstellung mit Bildern der Kirche, vor und nach der Zerstörung, dem Wiederaufbau und dem jetzigen Sanierungsbedarf.

Am 28. Mai, 19 Uhr, findet die eigentliche Ausstellungseröffnung mit Musik und Antikriegstexten statt Am 29. Mai wird um 20 Uhr der Film „Aachen ´44” gezeigt. Einen Tag später, am 30. Mai, beginnt um 18 Uhr ein Friedensgottesdienst mit Dr. Toni Jansen zum Gedenken der Toten aller Kriege.

Alle Veranstaltungen finden in der Grabeskirche St Josef, St.-Josefs-Platz, statt. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Sanierung wird gebeten.
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