Aachen - Ausstellung unterstützt Schulprojekt auf Sansibar

Ausstellung unterstützt Schulprojekt auf Sansibar

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
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Setzt sich weiter für „ihre“ Schule im fernen Sansibar ein: Die Aachener Künstlerin Trude Adler hofft auf viele Unterstützer.

Aachen. „Nirgendwo in Afrika“ heißt ein berühmter Spielfilm. Für die ehemalige Lehrerin und Künstlerin Trude Adler kein Thema. Im Gegenteil, ihr liegt Afrika sehr am Herzen, und sie macht ihrem Namen alle Ehre: Sie fliegt oft durch die Welt und schätzt den Schwarzen Kontinent ganz besonders. „Gelebtes und erlebtes Afrika“ – davon schwärmt sie und weiß eine Menge darüber zu erzählen.

2013 gründete Trude Adler mit Dennis Mayemba nicht „irgendwo in Afrika“, sondern in Mwera auf Sansibar eine christliche Grundschule für Flüchtlingskinder aus Mosambik. Mit großem Engagement der Eltern konnte das Projekt gestartet und realisiert werden.

„Die Kinder fliehen ins Nachbarland Tansania, wozu auch die kleine Insel Sansibar gehört“, berichtet Adler unserer Zeitung. „Dort leben sie in Elend und Not, weil sie die englische Sprache nicht verstehen“, begründet die Künstlerin den gewagten Schritt, die „Trude-Adler-School“ ins Leben zu rufen. Inzwischen habe sie zwei Patenkinder, Grace und Ahlam. „Doch ich wollte mich sozial und finanziell engagieren, um den Kindern noch mehr helfen zu können“, sagt sie. Der Staat schießt keinen Cent dazu.

100 Kinder sind schon dabei

Am 8. August 2013 öffnete die Schule ihre Pforten, 18 Kinder fanden sich zu Beginn ein. Derzeit werden über 100 Kinder unterrichtet, es werden immer mehr, sie lernen die Landessprache, dazu Englisch, Schreiben, Lesen und Rechnen, Hygiene und gesunde Ernährung. Die Lehrkräfte arbeiten für wenig Geld. In einem einzigen Raum besuchen außerdem 40 Kinder den angegliederten Kindergarten.

„Ich möchte diese, meine Schule am Leben halten, ich benötige dazu jedoch viel Geld“, gibt Trude Adler zu verstehen. Miete und Strom kosten jährlich 500 Euro, an die Regierung sind 600 Euro abzuführen. Das Geld schickt Trude Adler über „Misereor“ nach Sansibar. Bisher habe finanziell alles hingehauen, lacht sie optimistisch. Ihre neuste Planung: Sie will je einen Vertreter für sie in Sansibar und in Aachen ins Boot holen. Damit nicht genug: „Dann möchte ich noch eine Sekundarschule aus der Grundschule machen, denn es muss dort weitergehen.“

Weiter geht es in jedem Falle auch mit Trude Adler und ihrem Engagement, aus den Erlösen ihrer Ausstellungen schickt sie Geld für den Erhalt der Schule und zum Wohle der Kinder, die ihr sehr ans Herz gewachsen seien. Trude Adler war 30 Jahre lang Lehrerin am Berufskolleg in Geilenkirchen, sie unterrichtete unter anderem Kunsterziehung in den Erzieherinnen- und Kinderpflegerinnenklassen. Zeichnungen, Fotografien, Raku-Technik, Batik, das sind ihre bevorzugten Arbeitsfelder. Ihre vielen Werke sind überwiegend afrikanisch inspiriert.

Anfang Oktober nimmt sie an der nächsten interessanten Ausstellung in Hückelhoven-Ratheim unter dem Titel „Schöpferische Vielfalt“ teil (Vernissage am Samstag, 1. Oktober, 18 Uhr, im Alten Rathaus, Ratheimer Markt). Alle beteiligten Künstler haben sich bereiterklärt, den Verkaufserlös der „Trude.Adler.School“ in Mwera/Sansibar zu spenden.

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