Aachen - Ausstellung „Theater in Ruinen” in der Bibliothek

Ausstellung „Theater in Ruinen” in der Bibliothek

Von: Ronja Schwabe
Letzte Aktualisierung:
„Theater in Ruinen”: Klaus S
„Theater in Ruinen”: Klaus Schulte (2.v.l.) und Peter Sardoc (r.) zeigen mit Bibliotheksleiter Manfred Sawallisch (l.) und Marc-Andre Mainz (Druckerei) das Modell eines alten Theaterbühnenbildes. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Dass die Anfänge des heutigen Theaters zu einem guten Stück in unserer Stadtbibliothek lagen, wissen die Wenigsten. Aber genau das möchten Klaus Schulte und Peter Sardoc den Aachener Bürgern mit ihrer neuen Ausstellung und dem zugehörigen, gleichnamigen Buch „Theater in Ruinen” in Erinnerung rufen.

Sie ist bis zum 25. Februar in der Stadtbibliothek zu sehen und soll an die fast vergessenen Aufbaujahre des Theaters nach dem Zweiten Weltkrieg erinnern. Den Künstlern und Autoren ist es ein besonderes Anliegen, auf jene Zeitzeugen aufmerksam zu machen, die sich maßgeblich um Kunst und Theater bemüht haben, um so das kulturelle Leben in Aachen wieder herzustellen.

Denn das Aachener Stadttheater wurde bei einem Bombenangriff am 14. Juli 1943 fast gänzlich dem Boden gleichgemacht. Kurze Zeit später erlitt auch die damalige Stadtbücherei ein ähnliches Schicksal. Während des Wiederaufbaus gewährte die Stadtbibliothek dem Theater Asyl in ihren Neubauten. „Das war eine Zusammenarbeit für das kulturelle Leben, die bis heute anhält”, sagt Bibliotheksleiter Mafres Sawallich. Er freut sich darüber, dass die Ausstellung in den Räumen der Bibliothek stattfindet und ist sicher, dass sie auf großes Interesse stoßen wird.

Bereits seit Mitte der 70er Jahre, anlässlich des 150-jährigem Jubiläum des Theaters, beschäftigten sich Schulte und Sardoc mit dessen Geschichte. Gewidmet sind Ausstellung und Buch „den Idealisten der ersten Stunde”, sagt Schulte. Und auch Sardoc, der ursprünglich weder aus Aachen noch aus Deutschland kommt freut sich, den Aachener Bürgern ein Stück ihrer Stadtgeschichte näher bringen zu können. „Die Arbeit und das Suchen von Zeitzeugen hat wirklich Spaß gemacht”, erzählt er. „Es war wie das Schälen einer Zwiebel - es kamen immer wieder neue Dinge zum Vorschein.”

Auch der Verleger des Buches „Theater in Ruinen”, das ab dem 1. Februar erhältlich sein wird, Marc-André Mainz ist begeistert von der Arbeit Schultes und Sardocs: „Die Autoren haben so engagiert Material gesammelt, dass wir ein noch viel dickeres Buch hätten herausgeben können”, sagt er.

Weitere Informationen und Öffnungszeiten der Ausstellung im Internet oder Tel.: 0241/47910.
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