Ausstellung: Spannendes Spiel mit Licht und Schatten

Von: Svenja Pesch
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Neue Ausstellungen in der Galerie Freitag 18.30: Die Werke von Annette Besgens bieten interessante Einblicke. Foto: Andreas Schmitter
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Neue Ausstellungen in der Galerie Freitag 18.30: Die Werke von Viorel Chirea bieten interessante Einblicke. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Sie ist fasziniert von dem Augenblick und dem Moment der Vergänglichkeit. Er auch. Sie liebt den Wechsel von Licht und Schatten. Er auch. Annette Besgen und Viorel Chirea spielen zwar beide mit Lichteinflüssen, könnten in ihren gezeigten Inhalten aber nicht verschiedener sein. In ihren Einzelausstellungen in der Galerie Freitag 18.30 zeigen sie die vielen Facetten auf, die aus einem Moment heraus entstehen können.

Bei Annette Besgens Malereien stehen vor allem die Farbzusammenhänge sowie das Element des Wassers im Vordergrund, wie sie erzählt: „Als ich vor ein paar Jahren nach Venedig gereist bin, habe ich in einer alten Werfthalle tolle Wasserbecken gefunden, die mich sofort fasziniert haben.

Die mehrfache Spiegelung des Wassers habe ich abfotografiert und ausgehend von dem ersten Foto habe ich anschließend mit Öl die Gemälde angefertigt.“ Ihre gegenständliche Kunst mit Hang zur Abstraktion, wie es Besgen selbst beschreibt, lässt den Betrachter durch die vielen Blau-und Türkistöne eintauchen in die Welt, in der Licht und Schatten für einmalige Reflexionen sorgen.

Auch bei Viorel Chirea stehen die Lichtverhältnisse im Fokus seiner Malereien. „Mich interessieren seit Jahren Autobahnen. In meinen zum Teil impressionistischen Arbeiten fange ich den Wechsel von Licht und Landschaft ein“, erzählt Chirea und ergänzt: „Die Sicht auf Landschaften ist ähnlich wie die Sicht aufs Meer, alles ist weitläufig und die Lichtverhältnisse entfalten verschiedenen Wirkungen.“ Auch bei ihm ist die erste Grundlage ein Foto von dem ausgehend die Malereien entstehen.

Für den Galeristen Robert Mertens ergänzen sich die zwei Einzelausstellung perfekt: „Beide Künstler schaffen es, mit Lichteinstrahlungen zu spielen und eine Atmosphäre einzufangen, die man mit einer normalen Ablichtung nicht erzielen kann.“ Besgens Arbeiten sind innerhalb von acht Monaten entstanden, wobei sich der Wechsel von Licht und Schatten wie ein roter Faden durch ihr künstlerisches Schaffen zieht.

Bei Viorel Chirea sind es mitunter die vermeintlich ganz banalen Szenarien auf einer Autobahn, die bei genauerem Hinsehen ihren Facettenreichtum präsentieren. Und so schaffen es beide Einzelausstellungen trotz oder gerade aufgrund ihrer verschiedenen Inhalte, eine Verbindung zu schaffen, die auf die Vielschichtigkeit des Momentes im Zusammenspiel von Licht und Schatten aufmerksam macht.

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