Aachen - Ausstellung „Pur“ würdigt Werk des Aacheners Peter Lacroix

Ausstellung „Pur“ würdigt Werk des Aacheners Peter Lacroix

Von: Christiane Chmel
Letzte Aktualisierung:
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Ausstellung: Bis zum 19. April sind die Werke von Peter Lacroix noch im Ludwig Forum an der Jülicher Straße zu sehen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Unkonventionelle Einfälle und doppelsinnige Pointen erwarten die Besucher der Ausstellung „Pur“, die am Sonntag im Ludwig Forum für Internationale Kunst an der Jülicher Straße eröffnet wurde. Die Ausstellung würdigt die Werke des 2010 verstorbenen Aacheners Peter Lacroix und gibt Einblicke in die Arbeitsweise des Künstlers.

Knorriges Original und Künstler auf internationalem Niveau: Peter Lacroix verkörperte beides. Kuratorin Dr. Annette Lagler und Nachlassverwalter Andreas Petzold sichteten das sorgfältig geführte Archiv des Aachener Künstlers und stellten eine großartige Retrospektive mit fast 160 Arbeiten aus fünf Jahrzehnten künstlerischen Schaffens auf die Beine.

Typisch für Lacroix sind Malereien mit Format füllenden, geometrischen Konstruktionen in leuchtenden Farben und Schwarz-Weiß-Kontrasten. Ihre signalhafte Wirkung kennt jeder Aachener von der „Farbleiter“ am Standesamt. Lacroix entwickelte seine künstlerische Programmatik in einer Zeit, in der die Moderne geradezu stürmisch über Aachen hereinbrach. 1953 erhielt der gelernte Theatermaler seine erste Ausstellung gemeinsam mit den Malern der „neuen Aachener Gruppe“, zu der Karl Fred Dahmen, Rolf Faber, Hanns Pastor, Engelbert Mainzer und Fritz Martin zählten.

1971 folgte die erste Einzelausstellung des 1925 geborenen Künstlers in der Neuen Galerie – Sammlung Ludwig. Im Laufe der Jahre hat sich Peter Lacroix auch immer wieder als Ausstellungsmacher betätigt und viele Gruppenausstellungen organisiert. Er war Mentor der jüngeren Aachener Künstlergeneration und trug gemeinsam mit seiner Frau Trude über viele Jahrzehnte eine umfangreiche Kunstsammlung zusammen, die er 2005 der Stadt Aachen schenkte.

„Schön, dass auch immer mehr Aachener Künstler in den Fokus des Ludwig Forums rücken“, betonte Bürgermeisterin Margrethe Schmeer bei der Ausstellungseröffnung. „Die Aachener können sich auf diese Weise noch mehr mit dem Haus identifizieren.“ Dr. Brigitte Franzen, Direktorin des Ludwig Forums, stellte in ihrer Begrüßungsansprache die enorme Bedeutung von Peter Lacroixs Werken für die Stadt Aachen in den Vordergrund: „Seine künstlerischen, informellen Ansätze auch für den öffentlichen Stadtraum zeigten sein Ansinnen, die Kunst in das alltägliche Leben hinein zu verlängern.“

Parallel zur Retrospektive hat Benjamin Dodenhoff im Rahmen der „Plattform Aachen“ im 1. Obergeschoss des Ludwig Forums eine Präsentation mit Dokumenten, Scribbles und anderen Realien aus dem Archiv von Peter Lacroix eingerichtet. Viele der handschriftlichen Aufzeichnungen aus dem Nachlass sind hier erstmals öffentlich zu sehen. Anhand einiger Dokumente kann die Geschichte der Projekte nachgezeichnet werden, die Lacroix für den öffentlichen Stadtraum geplant hatte und oftmals nicht realisieren konnte. „Ein Archiv kann erst dann lebendig werden, wenn die Menschen kreativ mit den Dokumenten umgehen“, betonte Dodenhoff. „Zur der Ausstellung ist diese Archivschau eine perfekte Ergänzung.“

Die Ausstellung „Pur“ ist noch bis zum 19. April 2015 in den Räumen des Ludwig Forums zu sehen. Begleitet wird sie von einem umfangreichen Katalog mit rund zweihundert Seiten und Abbildungen und Texten unter anderem von Dr. Adam Oellers und Dr. Christiane Vogt. Weitere Informationen gibt es unter www.ludwigforum.de.

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