Ausstellung: Mies van der Rohe beschert Vaterstadt tollen Erfolg

Von: Kathrin Albrecht
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Zogen eine Bilanz der Ausstellung und neuen Bildungspartnerschaft: von links Andreas Beitin (Ludwig Forum), Irit Tirtey (Stadt Aachen) und Christian Becker (Vorstand Stawag). Foto: Andreas Steindl
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Sonntag ist Schluss: Bis dahin besteht noch die Möglichkeit, die Skizzen Mies van der Rohes im Ludwig Forum zu bewundern.

Aachen. Am 12. Februar endet im Ludwig Forum die Ausstellung mit Collagen des in Aachen geborenen Architekten Mies van der Rohe. Für Direktor Andreas Beitin hat dieses absehbare Ende durchaus etwas Melancholisches. Er kann auf dreieinhalb erfolgreiche Ausstellungsmonate zurückblicken: „Die Besucher haben die Ausstellung sehr gut angenommen“, lautet sein Resümee.

In Zahlen liest sich das so: 17.248 Besucher zählte das Ludwig Forum bis zum 7. Februar, der überwiegende Teil der Gäste kam dabei aus NRW, gefolgt von den Niederlanden und Belgien. 90.000 Euro Eintrittsgelder und Verkaufserlöse sind bei den Einnahmen zu verbuchen. Das sei auch aus Sicht der Stadt ein Riesenerfolg, unterstreicht Irit Tirtey, kaufmännische Geschäftsführerin vom Kulturbetrieb der Stadt Aachen.

Die gute Entwicklung bei den Einnahmen wirkt sich auch positiv auf den Eigenanteil der Stadt an den Kosten der Ausstellung aus. Statt der ursprünglich geplanten 70.000 Euro stehen dort noch 10.000 Euro zu Buche. Insgesamt wurden 515.000 Euro an Kosten für die Ausstellung als Gesamtbudget veranschlagt. 326.000 Euro wurden durch eingeworbene Drittmittel gedeckt, das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt, das die Ausstellung ab 26. Februar vom LuFo übernimmt, beteiligte sich mit 90.000 Euro.

Umfangreich und gut besucht waren auch das begleitende Rahmenprogramm und die museumspädagogischen Angebote. Kleine Besucher konnten mit Pappbausteinen, etwas ältere mit einem Lego-Architekturset, eigene Ideen umsetzen. Künstler- und Kuratorenführungen stellten neben dem Architekten auch den bildenden Künstler Mies van der Rohe und seine Bedeutung für die Kunst seiner Zeit und für die zeitgenössische Kunst heraus.

Daneben arbeitete das LuFo vor allem mit Schulen in der Region zusammen, realisierte unter anderem Projekte mit der Mies van der-Rohe Schule und dem Mies van der Rohe Haus. „Das Ludwig Forum ist auch ein Ort der kulturellen Bildung und des gesellschaftspolitischen Diskurses“, betont Beitin. Um diese Nutzung des Hauses weiter auszubauen, ist das LuFo eine fünfjährige Bildungspartnerschaft mit der Stawag eingegangen. Das erste sichtbare Ergebnis dieser Partnerschaft ist der Ausbau der Mulde zum Veranstaltungszentrum des Hauses.

Die Stawag sorgte für die technische Ausstattung: Mit einem Hochleistungsbeamer, Scheinwerfern, elektrisch fahrbarer Leinwand und Rundhorizont lässt sich der Raum nun adäquat bespielen. Einen Vorgeschmack erhalten Besucher am Sonntag im Rahmen des letzten Ausstellungstages, wenn in der Mulde zwei Dokumentarfilme gezeigt werden. Als „tolle Werbung für die Stadt“, auf die alle Aachener stolz sein könnten, empfindet Christian Becker, Vorstand des städtischen Energieversorgers, die auslaufende Ausstellung.

Bereits in der Vergangenheit habe man Projekte in der B Kinder- und Jugendarbeit unterstützt. Zwei Leitveranstaltungen pro Jahr mit einem Sonderprogramm zu den laufenden Ausstellungen soll es innerhalb der fünfjährigen Partnerschaft geben. Damit hoffe man auf eine dauerhafte und nachhaltige Stärkung des Standortes Ludwig Forum, sagte Becker.

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