Ausstellung „Massemblage“: Pause und Innehalten im Alltag

Von: red
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Massemblage: Gundolf Bruchhaus zeigt in seiner Galerie „gundolf b.“ in der Eilfschornsteinstraße die Ausstellung und Installation von Harald Klein, Johannes S. Sistermanns und Wolf M. Meyer .

Aachen. Massemblage – was ist denn das? Es handelt sich bei dieser Wortschöpfung um den Titel einer besonderen Ausstellung und Gemeinschaftsinstallation dreier Künstler in der „Galerie gundolf b.“, Eilfschornsteinstraße 10. Thema der Ausstellung ist die malerische, klang- und textliche Auseinandersetzung mit dem aus dem japanischen Kulturkreis stammenden Begriff „MA“.

Er bedeutet in freier Übersetzung soviel wie Zwischenraum, Pause und Innehalten im täglichen Leben und der Besinnung des Menschen.

Initiator der Ausstellung ist der Architekt und informelle Maler Harald Klein, der den international tätigen Komponisten Johannes S. Sistermanns und den Autor Wolf M. Meyer dazu gewinnen konnte, eine gemeinsame Installation aus Malerei, Klang und Wort zu erstellen.

Ausgangspunkt der Installation sind zwei Bildserien von Harald Klein, eine „additive“ und eine „substraktive“, sowie neun Vorstudien hierzu, die er unter der Musik „Eleven Wives“ des israelischen Jazzmusikers Avishai Cohen gemalt hatte. Hierbei bedeutet „additiv“, dass dem ursprünglichen Bild eine zweite, transparente Bildebene hinzugefügt wurde, die durch den Betrachter versetzt und so zu einem neuen Bild verändert werden kann.

Entsprechend bedeutet „substraktiv“, dass bei der Bearbeitung des Bildes streifenförmige Abdeckungen mit übermalt und dann später entfernt wurden. Die Idee des „MA“ als Pause findet so ihren bildnerischen Ausdruck und wird durch die klang- und textlichen Bestandteile der Installation weiter vertieft. Hierzu komponierte Johannes S. Sistermanns eine Klangfolge, deren „Zwischenräume“ durch gesprochene meditative Betrachtungen des Autors Wolf M. Meyer ergänzt werden und durch eine besondere Technik über die Schaufensterscheibe der Galerie hörbar wird.

Somit bildet das Ensemble aus Bild, Klang und Wort ein Gesamtkunstwerk, das über die Augen und Ohren erlebbar wird und auf einfühlsame Weise dazu anregt, die eigene Hektik des täglichen Lebens zu hinterfragen. Die Ausstellung endet am 29. Oktober. Öffnungszeiten: donnerstags, freitags, samstags von 14 bis 18 Uhr sowie nach Absprache unter der Telefonnummer 0172-2925364.

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