Aachen - Ausstellung im Kulturwerk: Urbanes Alltagsleben im Foto

Ausstellung im Kulturwerk: Urbanes Alltagsleben im Foto

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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„Streetview“: Der Mediziner und Kunstfotograf J. Konrad Mellies stellt derzeit im Kulturwerk in den Aachen Arkaden aus. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wenn J. Konrad Mellies mit seiner Kamera unterwegs ist, dann braucht er vor allem Geduld. Denn nicht selten dauert es seine Zeit, bis Mellies das für ihn perfekte Motiv gefunden hat. Aktuell zeigt er einen Ausschnitt seiner Werke unter dem Titel „Streetview – Distanz und Empathie“ im Kulturwerk Aachen.

„Der Titel Streetview steht für mein fotografisches Thema: die Beobachtung des öffentlichen urbanen Raums. Hierbei fotografiere ich zwar als distanzierter Beobachter, jedoch mit einer interessierten und zugewandten Haltung. Daher auch der Titel „Distanz und Empathie“, sagt Mellies. Der praktizierende Arzt, der seit zehn Jahren in Aachen lebt und schon als Jugendlicher mit der Fotografie begann, legt den Fokus innerhalb seiner Arbeiten auf das soziale Leben im architektonischen Kontext. „Ich suche keinen Kontakt zu den Menschen, die ich fotografiere. Ich bin aber mit meinem Stativ immer deutlich sichtbar. So verweile ich lange an einem für mich architektonisch und bildkompositorisch spannenden Ort. Dort fange ich die dann unvermeidlich folgenden Alltagsbeobachtungen mit der Kamera ein“, ergänzt Mellies.

Das Resultat der Kombination aus einfacher Wirklichkeit und unspektakulären Situationen, die dennoch kleine Geschichten erzählen, sind Bilder, die eine Synthese von Straßen- und Architekturfotografie zeigen. Der Mensch steht dabei stets in seinem urbanen und sozialen Kontext.

Die gezeigten Werke im Kulturwerk stammen aus den Jahren 2009 bis 2016. Motivisch bewegt sich Mellies auf vielen verschiedenen Plätzen. Aachen, München und Lüttich sind nur einige der Beispiele. Mal ist es ein voller Rathausplatz, mal der Hof mit vielen kleinen Karl-Figuren oder auch ein Skaterpark in München, der den Fotografen in den Bann zieht. „Das sehr große Format meiner gedruckten und auf DiBond aufgezogenen Fotografien verstärkt deren realistischen und lebendigen Eindruck. Die Betrachter können sich förmlich in den abgebildeten Ort und die Szenen hineinversetzen“, betont Mellies.

Schnörkellos und urban

Dabei muss der aufgenommene Platz oder Ausschnitt dem Künstler selbst optisch gar nicht unbedingt zusagen. Vielmehr geht es ihm darum, fotografisch anspruchsvolle Motive zu finden. Wie das SuperC der RWTH Aachen, das aufgrund seiner Form und Darstellung einen Reiz ausübt. Was Mellies Arbeiten vereint, ist die Tatsache, dass sie das Leben so zeigen, wie es stattfindet, schnörkellos und inmitten urbaner Kulissen.

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