Ausstellung: Handwerkskunst in höchster Perfektion

Von: Svenja Pesch
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Stellten die „Handwerkskunst aus Japan“ vor: Alexandra Zartenaer (links) mit Günter Döteberg und Ursula Wienand. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Lange blieb sie dem Westen gänzlich unbekannt und verborgen. Abgeschottet von den meisten Teilen der Welt, entwickelte sich in der Zeit von 1602 bis 1868 ab der Herrschaft von Tokugawa Shogune in Japan eine Handwerkskunst in höchster Perfektion. Erst mit der Öffnung Japans um 1900 waren die Werke auch dem Westen zugänglich.

Die Deutsch-Japanische Kulturgesellschaft nahm die Geschichte zum Anlass, erstmals eine Ausstellung zu präsentieren, die die Vielfalt der Künste sichtbar macht. Das Besondere: Alle gezeigten Objekte sind aus Privatbesitz.

Jürgen Franz, Vorstandsmitglied der Gesellschaft, freut sich, dass die Schätze nun endlich der Öffentlichkeit präsentiert werden: „Die Handwerkskunst ist in Japan hoch angesehen. Oft sehen die Dinge auf den ersten Blick recht unscheinbar aus, aber dahinter steht mehrfach eine große, geschichtliche Bedeutung. Dank zweier großer Japan-Fans war es möglich, diese Ausstellung zu realisieren.“

Das erste Objekt, welches dem Besucher sofort ins Auge springt, ist der tolle und farbenprächtige Kimono. Seit Jahrhunderten wird das traditionelle japanische Kleidungsstück mit einen breiten Gürtel, genannt Obi, getragen. Aber auch kleine, fein ausgearbeitete Ware ist in der Ausstellung im BW Hotel Regence in der Peterstraße zu finden.

Töpferwaren und Keramik aus den Regionen Bizen, Hagi, Mino, Tamba und Kyoto unterstreichen die Vielfalt in der Produktion. Denn kein Objekt gleicht dem anderem. Mal sind es verschiedene Tonarten, mal das Brennmaterial sowie die Brenndauer, die dem einzelnen Gegenstand etwas ganz Besonderes und Einmaliges einhauchen.

Eine Sache, die die Besucher magisch anzuziehen scheint, sind die Messer und das japanische Schwert. Letzteres stellte jahrhundertelang die Hauptwaffe der Samurai dar, während japanische Messer in vielen Haushalten aufgrund der Qualität einen gesonderten Platz erhalten. Für die Organisatoren geht mit der Ausstellung ein Traum in Erfüllung.

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