Aachen - Ausstellung erinnert: Herrscher halten Einzug in die Stadt

WirHier Freisteller

Ausstellung erinnert: Herrscher halten Einzug in die Stadt

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
12712770.jpg
Machen Lust auf die königlichen Ereignisse: von links Dr. Angelika Ivens, Joachim Schmidt, Julia Samp, Myriam Kroll und Markus Ulrich. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Ausstellung „Königsglanz und Gloria“ im Centre Charlemagne endet am Wochenende. Sie stellt die beiden Krönungsorte Aachen und Bratislava nebeneinander, zeigt Parallelen und Unterschiede sowie Verbindungen zwischen den beiden Städten Aachen und Bratislava, deren Blütezeit als Krönungsort begann, als die Krönungen in Aachen endeten.

Zwei Ereignisse stellen Myriam Kroll, Leiterin des Centre Charlemagne, und Museumsvolontärin Julia Samp dabei in den Mittelpunkt: das Königsfeuer und den Königszug in die Stadt. Und so geht es nicht ins Museum, sondern erst einmal hinaus – auf den Haarberg. Dort wird am Samstagabend ein Königsfeuer entzündet.

Bevor die römisch-deutschen Könige, die in Frankfurt gewählt wurden, nach Aachen einzogen, machten sie zunächst in Haaren Station. Das Leuchtfeuer auf dem Berg war das Signal an die Aachener: Morgen zieht der neue König ein. Wer sich nicht auf den Haarberg begeben möchte, kann das Feuer auch von der Innenstadt aus beobachten.

Am besten zu sehen ist es von der Kirche St. Elisabeth aus, die an dem Abend auch die Glocke läuten lässt, in der Gloria-Bar des Hotel Total beginnt um 20.30 Uhr dazu der Warm-up. Das Feuer ist ab 21.45 Uhr gegenüber der Kirche zu beobachten.

Nachdem der künftige König sein Kommen angekündigt hat, muss er auch einziehen: Das wird am Sonntagnachmittag ab 14.30 Uhr mit einem Stadtspaziergang nachempfunden. Treffpunkt ist wieder die Kirche St. Elisabeth, ab 15 Uhr ziehen die Teilnehmer dann mit Reisethron und Baldachin über den Hansemannplatz, St. Peter, Hotmannspief und die Großkölnstraße in die Aachener Innenstadt ein.

„Den Weg begleiteten eine Reihe von Ritualen, unter anderem wurden Münzen und Hafer an das Volk verteilt, es wurde ein gestopfter Ochse gebraten und ein Weinbrunnen auf dem Marktplatz aufgestellt“, erzählt Kroll. Auf diese Besonderheiten geht der Spaziergang ein, verschont jedoch den Ochsen und beschränkt sich auf Haferkekse und Wein für die Teilnehmer zum Probieren.

Abschluss ist um 17 Uhr im Centre Charlemagne, wo ein letztes Mal die Ausstellung besucht werden kann. Der Eintritt ist am Sonntag, 14. August, frei.

Zur Unterstützung holten sich Kroll und Samp das Büro Archigraphus ins Boot. Joachim Schmidt und Markus Ulrich planen nicht nur Architektur im innerstädtischen Raum sondern bieten auch Stadtführungen an – vornehmlich in französischen Städten.

So sind die Aktionen am kommenden Wochenende nicht nur ein Abschluss, sondern zugleich der Auftakt zum Projekt „Karl der Schnelle“, das das Büro gemeinsam mit dem Institut Français in Aachen anbietet. „Parallele“ ist auch hier das Stichwort, die beiden stellen in Stadtführungen die Städte und ehemalige Pfalzen der fränkischen Könige Aachen und St. Denis nebeneinander.

„In Zeiten, wo alle davon reden, die Grenzen zu schließen, wollten wir zeigen, wie klein Europa eigentlich ist und wie viel uns verbindet“, erläutert Markus Ulrich. Die Exkursionen nach St. Denis, heute ein Stadtteil der Metropole Paris, sind allerdings schon ausgebucht. Teilnehmen kann man noch an einem Stadtrundgang in Aachen am Donnerstag, 18. August, inklusive Picknick.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert