Ausstellung: Einmal in die Kunstgeschichte eintauchen

Von: Ingrid Peinhardt-Franke
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Hier dreht sich alles um visuelle Poesie: Claudia Franken steht als Initiatorin sowohl hinter der Ausstellung wie auch dem Symposium an der Volkshochschule Aachen. Foto: Andreas Hermann

Aachen. „Vispo“: Hier dreht sich alles um visuelle Poesie. In einer großen Ausstellung an der Volkshochschule Aachen stellen unterschiedliche Künstler ihre Kunstwerke aus - optische Formen von Poesie und spielerischer Umgang mit Schrift, Wort und Raum. Die Ausstellung hängt bis Ende Mai.

Mit Zeitungspapier beklebte Pit Goertz vom Museum Schloss Burgau in Düren eine große Schale, und der Amerikaner Nico Vassilakis schuf gar ein „alphabet noir“, das Assoziationen an das große Kino des „film noir“ aufkommen lässt. „Vispo“ ist die Abkürzung für „visuelle Poesie“ , umfasst optische Formen von Poesie und spannt ihren künstlerisch-literarischen Bogen von antiken Figurengedichten bis hin zu den Kunst-Wort-Gebilden des Dadaismus sowie moderner Typografik und findet immer neuen Ausdruck im spielerischen, freien Umgang mit Schrift, Wort und Raum.

Was kompliziert anmutet, ist leicht zugänglich. Etwa die Arbeiten des jungen Aachener Künstlers Tosh Maurer aus der Kunstwerkstatt „willsosein“, der Zeichnung, Malerei und Schrift verbindet. Was wie eine geschriebene Botschaft aussieht, ist lediglich Schrift, kein lesbarer Text.

Zwei Arbeiten der verstorbenen Ursula Spinner-Cerruti erinnern an das Werk der frühen Pionierin aus Aachen, gleich mehrere Tagebuchzeichnungen zeigen die lakonische Bild-Wort-Poesie von Hans-Peter Kohlhaas aus Baesweiler. Highlights der Ausstellung sind Originale etwa von Gertrude Stein und Kurt Schwitters, die besondere Beispiele für den internationalen, transatlantischen Dialog dieser Ausstellung und des internationalen Symposiums darstellen.

Zum Abschluss der an fünf Stationen in der Region Aachen gezeigten Ausstellungsreihe Vispo A)HOY veranstalten die Studiengalerie der VHS Aachen und „Düren Kultur“ das hochkarätig und international besetzte Symposium „Vispo – powerhouse of the arts“, das am Donnerstag, 4. Mai, in der VHS Aachen und am Freitag, 5. Mai, auf Schloss Burgau in Düren stattfinden wird.

Wichtigste Vertreter der Vispo

Dr. Claudia Franken von der VHS Aachen, die Initiatorin und Kuratorin der Ausstellungsreihe, hat Künstlerinnen und Künstler sowie renommierte Fachwissenschaftler aus den USA und Deutschland zum zweitägigen Austausch eingeladen, darunter auch den Pionier der deutschen visuellen Poesie, Klaus Peter Dencker.

Für die Teilnehmer des Symposiums bietet sich die bislang einmalige Gelegenheit, mit den wichtigsten Vertretern der Vispo als facettenreicher Kunstrichtung ins Gespräch zu kommen und tief in die Kunstgeschichte einzutauchen, um die Vorstellungskraft zu erweitern. Bei den Vorträgen in Aachen und Düren geht es unter anderem auch um Kurt Schwitters und seine Biografin Käte Steinitz sowie den einstigen tschechoslowakischen Präsidenten und Literaten Vaclav Havel als Autor von visuellen Gedichten bzw. Typogrammen.

Das Symposium in der VHS Aachen findet am Donnerstag, 4. Mai, von 11 bis 16 Uhr statt, die Ausstellung hängt bis Ende Mai. Nähere Information gibt es unter Telefon 0241/4792-111.

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