Ausstellung der Gold- und Silberschmiede im Krönungssaal

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Edle Kreationen in historischem Ambiente: Die Ausstellung der Gold- und Silberschmiede im Krönungssaal kam bei den Besuchern bestens an. Foto: Andreas Steindl
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Zufrieden: Obermeister Georg Comouth freute sich, dass 17 von 25 Mitgliedern der Innung ihre Kreationen präsentierten. Foto: Andreas Steindl
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Schmuck für jeden Anlass: Goldschmied Patrick Machnik und seine Kollegen verzückten mit ihren Werken vor allem weibliche Gäste. Foto: Andreas Steindl
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Von Shakespeare inspiriert: Viele Schmuckstücke wie dieser Ring samt edlem Stein griffen Themen des großen Dichters aus. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Vorbeigehen war angesichts der vielen funkelnden Steine ausgeschlossen. Mindestens ein kurzer Blick gebührte jedem der gezeigten Schmuckstücke im Rahmen der Ausstellung der Gold- und Silberschmiede im Krönungssaal des Rathauses.

Die überwiegend weiblichen Besucher, die am Wochenende die vielen Schmuckstücke genauer betrachteten, stellten sich beim Schlendern durch die Halle wohl mehr als einmal ganz genau vor, wie der ein oder andere Klunker an ihrem Finger oder Handgelenk aussehen mag.

Georg Comouth, Obermeister der Gold- und Silberschmiedeinnung Aachen, zeigte sich von den vielen Schmuckstücken ebenfalls beeindruckt: „Von 25 Mitgliedern der Innung zeigen 17 davon ihre Kreationen. Und in der alle zwei Jahre stattfindenden Ausstellung wird das Schaffen der Teilnehmer hier aus der Region deutlich. Besucher können sich nicht nur in aller Ruhe die Objekte ansehen, sie haben zudem die Möglichkeit, ihr ganz persönliches „Lieblings-Wettbewerbsstück“ zu wählen“, so Comouth.

Anlässlich des 400. Todestags von William Shakespeare lautete das Ausstellungsmotto „Wie es euch gefällt“. „Jeder Schmied konnte sich von Shakespeare oder einem seiner Werke inspirieren lassen und so Unikate mit besonderen Ansichten anfertigen. Ob Zitat, eine konkrete Figur oder ein Fantasiewesen – das Thema lässt sich vielfältig umsetzen“, ergänzte Comouth.

Der Goldschmiedemeister Timothy Ellis ließ sich von dem Sonett 116 inspirieren. „Innerhalb des Sonetts wird das Idealbild der Liebe beschrieben, die durch nichts zerstört werden kann. Meine angefertigte Kette greift diesen Inhalt auf. Der Stern besteht aus sechs Ecken, sechs ist die Zahl der Liebe. Der violette Stern entsteht, wenn sich die Farben blau und rot vermischen. Blau steht dabei für das weibliche und Rot für das männliche Geschlecht. Gemeinsam verbinden sie sich zu Violett“, erzählte Ellis. Von der Ideenentwicklung bis hin zur Fertigstellung hat er einige Wochen benötigt. Seine Kette kann zudem als Brosche oder Anhänger getragen werden. Getreu Shakespeares Aussage: „Wie es euch gefällt.“

Liebe zum Detail

Andrea Schaffrath-Hüffelmann von der „Galerie Punkt“ fertigte einen Goldring an, der die Ornamentik der damaligen romantischen Zeit Shakespeares aufgriff. Ein grüner Turmalin-Stein wird von goldenen Mustern getragen und zieht die Blicke der Damen auf sich. Ein Bild, das an fast jedem Stand zu beobachten war.

Auch bei Gerrit Schürmann, der sich in seiner Arbeit auf den „Sommernachtstraum“ bezog. Seine Rubinkette trug gelbgoldene Blüten als Anhänger. Schürmann erinnerte damit an die magischen und von Amors Pfeil getroffenen Blüten in Shakespeares bekannter Komödie. Aber egal ob Ring, Kette oder Armband, was die Aussteller vereinte, war die Liebe zum Detail, die perfekt angefertigten Arbeiten und die vielen Blicke der Frauen, die sicherlich gerne mehr als ein Objekt ihr Eigen nennen würden.

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