Ausstellung „Auf nach Aachen“ ist eröffnet

Von: Lamar-Aron Klaßen
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Laden in die Stadtbibliothek ein zur Ausstellung „Auf nach Aachen“: von links Klaus Schulte, Manfred Sawallich und Peter Sardoc. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Was haben Napoleon Bonaparte, Otto von Bismarck, Heinrich Heine und Königin Viktoria von England gemeinsam? Allesamt sind sie Teil der neuen Ausstellung von Klaus Schulte und Peter Sardoc. Unter dem Titel „Auf nach Aachen!“ gibt es Bilder, historische Plakate und niedergeschriebene Eindrücke prominenter Aachener Gäste des 19. und 20. Jahrhunderts in der Stadtbibliothek zu bestaunen.

Zudem sind auch aus der Blütezeit des Aachener Kurortdaseins stammende, materielle Güter wie Teller, Tassen oder Schatullen Teil der Ausstellung.

Der Leiter der Stadtbibliothek, Manfred Sawallich, eröffnete die Ausstellung. Schulte und Sardoc seien für ihn die besten Kenner der Aachener Musik- und Theatergeschichte. „Die Akribie und Genauigkeit bei der Quellenrecherche beeindrucken mich immer wieder aufs Neue“, lobte Sawallich die beiden Aussteller in höchsten Tönen.

Für den Bibliotheksleiter ist der gegenseitige Gewinn einer solchen Ausstellung riesig. „Die Ausstellung bietet ein Stück Aachener Geschichte an, die vielen sonst verborgen bleiben würde. Außerdem bringt sie Menschen in die Bibliothek und hoffentlich auch zum Lesen unserer Bücher.“ 25.000 angemeldete Leser verzeichnet die Stadtbibliothek aktuell, die Hälfte derer sind Menschen unter 25.

Allen Beteiligten ist es wichtig, dass eine solche Ausstellung auch junge Leute erreicht und das Interesse an Kunst- und Kulturgeschichte geweckt wird. Mit Geschichten über den Aachen-Aufenthalt Napoleons im Hof „Zur Kaiserlichen Krone“ oder der dem dichtenden Heinrich Heine, nach dessen Ansicht sich in Aachen sogar die Hunde langweilten, schafften Sardoc und Schulte es bereits, dass auch reguläre Bibliotheksgäste an den Stellwänden und Vitrinen Halt machten.

„Es war auch für uns spannend, herauszufinden, wer Aachen nicht nur als Durchfahrt nutzte, sondern echte Fußspuren hinterließ. Otto von Bismarck war 1836 beispielsweise als Regierungsreferendar in Aachen und hat nahe dem Elisenbrunnen gewohnt“, gab Schulte einen Einblick in die Erkenntnisse seiner Recherchen.

Erbe für die Nachwelt sichern

Zwischen all den großen Persönlichkeiten, die Aachen in kleinen und auch großen Episoden der Geschichte prägten, sind es heutzutage Personen wie Sardoc und Schulte, die das kulturelle und geschichtliche Erbe der Stadt Aachen für die Nachwelt aufbewahren und somit selber ein kleines Stück Lokalgeschichte schreiben.

Bis zum 26. August besteht die Möglichkeit, die Ausstellung frei zugänglich in der Aachener Stadtbibliothek in der Couvenstraße zu besuchen.

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