Ausdrucksstark und dennoch sehr abstrakt

Von: fg
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Gibt jungen Künstlern eine Chance: Emira Basic mit René Pezzé und „Kef!” (links). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „42 Grad Fieber” ist der Titel einer Ausstellung, die t im Atelier am Marschiertor von Emira Basic zu sehen ist. Gezeigt werden Arbeiten der Künstler René Pezzé und Kef!. Beide kommen ursprünglich aus der Graffiti Szene. Bei beiden Künstlern bestimmen abstrakte Elemente und kraftvolle Farben die Aussage ihrer Bilder.

Der 29-jährige Pezzé sieht sich von der Kunst der Azteken und der Maya, aber auch von Comics beeinflusst. Seine Gemälde - in aufwändiger Spachteltechnik gefertigt - sind farbintensiv und leben von der Nachbearbeitung mit schwarzen Konturen, die dem Betrachter eine Interpretation offen lassen. Eine ganz besondere Wirkung und Dramatik bekommen die Gemälde, wenn sie in abgedunkelten Räumen mit Schwarzlicht beleuchtet werden. Die fluoreszierenden Farben eröffnen neue Einblicke in die Werke des Künstlers.

Zwei abstrakte Figuren, immer wieder

Der 21-jährige Kef! hingegen entwickelte 2005 zwei abstrakte Figuren, die sich seitdem in jedem seiner Bilder wiederfinden. Die eine einäugige Figur, die andere zweiäugig, fesseln mit ihren Augen den Betrachter mit dem Ziel, sich in das Werk hineinzuversetzen. Von der „Street Art” kommend, arbeitet Kef! mit Spraylack und Acryl, malt mit Edding-Stiften und schafft mit Strukturpaste und Tupftechniken Strukturen. „Ich benutze einen Technik-Mix entgegen vieler Normen und versuche, mich nicht von außen beeinflussen zu lassen”, sagt Kef!. Neben Gemälden ist es die großflächige Wandmalerei, die den Künstler reizt und ihm Raum gibt für ausdrucksstarke Bilder voller Energie.

„Ich habe diesen Künstlern meine Räume zur Verfügung gestellt, da ich ihre Werke sehr schätze”, sagt die „Galeristin ehrenhalber” Emira Basic, die mit ihren eigenen Bildern oft Menschen mit Handicap zeigt und sich für die verstärkte Teilnahme von gehandicapten Menschen in unserer Gesellschaft engagiert. „Kunst ist der Bereich, wo alle Menschen erst einmal gleich sind. Da fühle ich mich wohl”, so Emira Basic, die ihre aktuellen Werke derzeit in den Räumen der Lebenshilfe präsentiert.
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