Aufschwung geht an Behinderten vorbei

Von: Lucy Breucha
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Aachen. Nach der Krise zieht der Arbeitsmarkt wieder an. Es werden mehr Fachkräfte gesucht, die Zahl der Ausbildungsplätze steigt. Doch vor allem Menschen mit Behinderung haben trotz des Aufschwungs nach wie vor Schwierigkeiten, einen Job zu finden. „Es gibt viele Vorbehalte bei den Arbeitgebern”, sagt Wolfgang Wycislok vom Reha-Team der Arbeitsagentur Aachen.

Gemeinsam mit seinen Kollegen unterstützt er Schwerbehinderte bei ihrer Eingliederung ins Berufsleben. Bei der Vermittlung von Menschen mit Handicap komme es in erster Linie darauf an, initiativ auf Betriebe zuzugehen, erklärt Wycislok. „Oft werden die Vorbehalte dann zum Beispiel über Praktika abgebaut”, fügt Kollege Thorsten Steins hinzu.

Doch wie überall auf dem Arbeitsmarkt entscheidet auch bei Schwerbehinderten besonders die schulische Bildung über den Erfolg bei der Jobsuche. In Aachen hat sich das Vinzenz-von-Paul-Berufskolleg zur Aufgabe gemacht, junge Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen bestmöglich für den Beruf zu qualifizieren.

Drei Schulformen gehören zum Programm der Förderschule mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Verwaltung. Das Berufsorientierungsjahr entspricht dem Hauptschulabschluss und beinhaltet hauptsächlich büropraktische Fächer wie Textverarbeitung und EDV. Auf der zweijährigen Berufsfachschule kann im Anschluss die Fachoberschulreife erworben werden.

Wie die Mittlere Reife berechtigt sie zum Besuch einer weiterführenden Schule oder bereitet die Jugendlichen auf eine Laufbahn im kaufmännischen Bereich oder in der Verwaltung vor. Der dritte Bildungsgang qualifiziert die Schüler für eine Ausbildung im IT-Bereich.

Für Fragen steht Reinhard Conin unter 0241/6004124 oder per Mail berufskolleg-vh@t-online.de zur Verfügung.

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