Aufruf zu Solidaritätskollekte für Langzeitarbeitslose

Von: Felicitas Geßner
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Gerd Mertens, Peter Quadflieg, Alois Poquett, Renate Weidner, Hans-Peter Bruckhoff, Holger Brantin, Alfons Bäumer und Josef Wienand (von links) werben gemeinsam für die evangelische und katholische Kirche in Stadt und Städteregion für die Unterstützung von Langzeitarbeitslosen. Für das erste Wochenende im Mai rufen sie deshalb zu einer Solidaritätskollekte auf. Foto: Andreas Herrmann

Städteregion Aachen. „Wir müssen ein Stück Empörung wachhalten, die Gesellschaft muss die demoralisierende Wirkung von Langzeitarbeitslosigkeit auf die betroffenen Menschen in der Städteregion wahrnehmen“, fordert Hans-Peter Bruckhoff, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Aachen.

Um eben diese Langzeitarbeitslosen zu unterstützen, ihnen in den vielen Arbeitsloseninitiativen eine neue Perspektive zu geben, rufen die evangelische und die katholische Kirche in Stadt und Städteregion Aachen zu einer Solidaritätskollekte in den Messen am Wochenende, 3. und 4. Mai, oder zu Spenden auf ein dafür eingerichtetes Konto auf.

„Vor allem auch junge Menschen wachsen aufgrund der Arbeitslosigkeit ihrer Eltern in deren Situation oft zwangsläufig hinein. Wir müssen ihnen eine Perspektive geben, um diesen verhängnisvollen Kreislauf zu durchbrechen“, sagt Josef Wienand, Regionaldekan Aachen-Land.

Durch verschlechterte Rahmenbedingungen bei Förderprogrammen und Auftragsvergaben verdüstere sich die Lebensperspektiven der langzeitarbeitslosen Menschen spürbar weiter, berichtet Alois Poquett, Vorstand von Pro Arbeit, Dachverband der Arbeitsloseninitiativen. Seine kirchlichen Mitstreiter und er fordern deshalb einen öffentlich geförderten Arbeitsmarkt und eine langfristige Perspektive für die Projekte der entsprechenden Initiativen.

„Wir wollen den Menschen, denen es gut geht, die soziale Ausgrenzung Langzeitarbeitsloser zeigen. Wir wollen, dass sie sich mit ihnen solidarisieren und sie bei den Bemühungen, in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen, unterstützen“, fordert auch Holger Brantin, Sprecher des Katholikenrats Aachen-Stadt, und sein Kollege Alfons Bäumer, Vorsitzender des Katholikenrats Aachen-Land.

„Die Kirchen selbst investieren in die Langzeitarbeitslosen in der Städteregion und setzen mehr als 400.000 Euro aus Kirchensteuergeldern jährlich für diese Menschen ein“, erklärt Gerd Mertens, Referent im Büro der Regionaldekane. Weitere 65.000 Euro kämen weiterhin aus Kollekten, Einzelspenden und dem Solidaritätslauf im September dazu.

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