Aufruf zu Protest gegen rechte Demo

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Aachen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund ruft im Namen des Aachener Bündnisses gegen Rechts „Wir sind Aachen” alle Aachener auf, sich an den Gegenveranstaltungen des Bündnisses gegen den rechten Aufmarsch am Samstag zu beteiligen.

Das Bündnis, bestehend aus allen Parteien und Fraktionen des Stadtrates, der Kirchen, der jüdischen Gemeinde, der Gewerkschaften, sowie zahlreicher Migrantenorganisationen bis hin zu aktiven Antifaschisten gegründet, will den Rechtsextremen am Samstag ein deutliches Zeichen entgegen zu setzen, heißt es in einem Schreiben. Der rechte Aufmarsch richtet sich gegen den Neubau einer Moschee an der Stolberger Straße.

Kritik gibt es seitens des Bündnisses an dem möglichen Weg der rechten Demonstranten. „Zahlreichen Quellen im Internet ist zu entnehmen, dass die örtlichen Polizeibehörden den Rechtsextremisten einen Weg vom Bahnhof Rothe Erde durch das Ostviertel in Richtung der Moschee genehmigt haben.

Das Bündnis ist über diese Entscheidung nachhaltig entsetzt. Wir haben an verschiedensten Stellen unsere Sicherheitsbedenken vorgetragen. Ein Marsch der Rechtsextremen durch das migrantisch geprägte Ostviertel, womöglich noch entlang am Haus der Integration bis hin zur Moschee, ist für alle Bündnispartner unerträglich und nicht akzeptabel”, erklärt Ralf Woelk vom DGB im Namen des Bündnisses.

Eine Gegendemonstration beginnt am Samstag um 10 Uhr auf dem Adalbertsteinweg in Höhe Weißenburger Straße. Eine Kundgebung startet dort ab etwa 11 Uhr. Im Anschluss daran wird es eine Demonstration entlang der Elsaßstraße bis zum Grundstück der Moschee geben. Am Bauplatz der Moschee wird um 12 Uhr ein Familien- und Nachbarschaftsfest eröffnet.

Alle Anwohner sind eingeladen, sich daran zu beteiligen. Neben vielen Informations- und Spielständen wird es auch eine Hüpfburg für Kinder und andere Attraktionen geben. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm wird für Unterhaltung sorgen. So beginnt die Aachener Band „Lagerfeuermusik” um 13 Uhr mit einem Solidaritätskonzert. Durch das Programm führt AZ-Redakteur Robert Esser.

Nach Ankunft des Demonstrationszuges des Bündnisses wird es eine Abschlusskundgebung auf der Bühne geben. Dafür haben, so Woelk, bereits der Oberbürgermeister der Stadt Aachen, Marcel Philipp, sowie Städteregionsrat Helmut Etschenberg ein Grußwort zugesagt.
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