Aufnahmen zeigen das bunte Aachen um das Jahr 1925

Von: Birgit Broecheler
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Haben besondere Ansichten Aachens zusammengetragen und -geschrieben: Hanns-Peter Hohlbein und Andreas Schroyen. Foto: Andreas Steindl
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Haben besondere Ansichten Aachens zusammengetragen und -geschrieben: Hanns-Peter Hohlbein und Andreas Schroyen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Aachen – Der Charme der Kulturstadt um 1925“ – so heißt ein neuer Bildband aus dem Meyer & Meyer Verlag, der ab sofort in allen Buchhandlungen erworben werden kann. Er führt den Leser auf eine Zeit- und Bildungsreise durch die Kaiserstadt. „Für Aachener und Fotografiebegeisterte gibt’s dabei jede Menge zu entdecken“, verspricht Michael Wieser, Geschäftsführer des Verlags.

Zusammengetragen und veröffentlicht wurden die 80 einzigartigen und teils unbekannten Fotos von Kunsthistoriker Andreas Schroyen und Ingenieur Hanns-Peter Hohlbein, die die Bilddatenbank foticon betreiben. Einzigartig deshalb, weil der ursprüngliche Besitzer und Fotohändler Carl Simon sie eigenhändig colorierte.

Der Düsseldorfer gründete 1907 eine Firma, die mit Lichtbildern und Zubehör handelte. Sie bestand mehr als 50 Jahre und wurde von zwei Generationen geführt. Carl Simon bot Lichtbildserien zu allen möglichen Themen zur Vermietung an, unter anderem auch die Serie „Die schöne Stadt Aachen, ihre Heiligtümer und Kunstschätze“. Gebucht wurden diese Reihen von Familien, Freunden oder Interessengruppen. „Sie holten sich auf diese Weise die große weite Welt ins Haus“, erklärt Schroyen.

Warum der Düsseldorfer Fotohändler so viele Lichtbilder von Aachen hatte, ob er sie selber aufnahm oder von Großhändlern kaufte, ist nicht bekannt. Fest steht aber, dass sie dem Leser heute nicht nur Sehenswürdigkeiten wie Dom, Rathaus, Markt und den Elisenbrunnen zeigen, sondern auch mittlerweile verschwundene Straßenzüge und Badehäuser sowie wenig bekannte Gebäude.

Aktuelle Bezüge

Passend zum Karlsjahr und zur Heiligtumsfahrt 2014 zeigt der Bildband außerdem Bilder vom Leben und Wirken Karls des Großen in seiner Pfalz in Aachen sowie der Auslegung der Tücher während der Heiligtumsfahrt.

Wie die Herausgeber an die Fotos kamen, wer Carl Simon war und auf welche Weise die Lichtbildprojektion zur Volksbildung beitrug – das alles erfährt man auf den ersten Seiten des Buches, das nicht nur ein hochinteressanter Bildband über Aachen ist, sondern auch eine spannende Geschichte der Fotografie.

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