Aufnahme ist ein Ritterschlag

Von: mas
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Aachen. „Die Aufnahme des DWI in die Leibniz-Gemeinschaft ist wie ein Ritterschlag, der die hohe Qualität seiner Forschungsleistung beweist“, meinte Svenja Schulze, MNRW-inisterin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, als das Aachener Materialforschungsinstitut jetzt offiziell in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen wurde.

 Das DWI sei ein faszinierendes Institut, das sich seit seiner Gründung als Deutsches Wollforschungsinstitut ständig weiterentwickelt habe. Heute sei es führend in der Proteinfaserforschung und bringe Ergebnisse hervor, die für die Menschen von Nutzen seien. „Das DWI ist ein bedeutender Akteur am Wissenschaftsstandort Aachen“, sagte die Ministerin und fügte hinzu: „Mit der Ausrichtung auf interaktive Materialien wird in Aachen ein hochaktuelles Forschungsfeld bearbeitet, das für die Lösung zukünftiger wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Fragestellungen von zentraler Bedeutung ist.“

Das Aachener Institut ist das elfte in NRW und das erste in Aachen, das in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen wurde. Der Weg dorthin war laut Professor Dr. Martin Möller, wissenschaftlicher Direktor des DWI, mit Hürden gepflastert. Der Erfolg des Instituts begründe sich letztendlich auf der Bereitschaft, etwas Neues zu wagen. Und mit seiner hervorragenden Infrastruktur sei das Institut für die Zukunft gerüstet. Sowohl TH-Rektor Professor Ernst Schmachtenberg, als auch Professor Dr. Karl Ulrich Mayer, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, bauen auf eine fruchtbare Zusammenarbeit. „Wir geben unser Institut nicht ab, wir teilen es nur mit Ihnen“, sagte Schmachtenberg scherzend in Richtung Leibniz-Gemeinschaft, in der sich derzeit 86 wissenschaftliche Einrichtungen unterschiedlicher Fachrichtungen zusammenfinden, um sich der erkenntnis- und anwendungsorientierten Grundlagenforschung zu widmen.

Die Forschungsergebnisse des DWI finden in der Oberflächenveredelung, der biomedizinischen Technik, der Biotechnologie und in der chemischen Verfahrenstechnik Anwendung. Besonders wichtig bei der Forschung sei der interdisziplinäre Austausch, wurde am Montag betont. Geforscht wird in den Bereichen makromolekulare Chemie, Nanomaterialien, Membran- und Biotechnologie sowie Proteinengineering. Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, zeigte sich überzeugt, das das DWI hervorragend in die Leibniz-Gemeinschaft passe. Diese Gemeinschaft lebendig zu halten, sei ein ständiger Prozess.

Das DWI wird laut Ministerin Schulze mit fünf Millionen Euro vom Bund und vom Land gefördert. Allein diese Summe zeige schon die Bedeutung des Instituts. 170 Mitarbeiter arbeiten hier unter der Leitung von sechs RWTH-Professoren an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und kooperieren dabei mit Forschern aus der Biotechnologie, der chemischen Verfahrenstechnik und den Polymerwissenschaften.

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