Aufgepasst, denn hier spielt die Musik!

Von: Johannes Leitner
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Die ersten Griffe sitzen: Ob an der Geige oder an anderen Instrumenten, die Kinder hatten sichtlich Spaß, einmal ein neues Instrument auszuprobieren. Genau dafür ist der Infotag der Musikschule Aachen gedacht. Foto: Andreas Herrmann
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Gemeinsam musizieren: An der Gitarre versuchten sich die Schüler an ihren ersten Akkorden. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Aller Anfang ist schwer. Wie in so vielen Bereichen des Lebens gilt das auch, wenn man ein Musikinstrument erlernen möchte. Ein Junge im Grundschulalter versucht sich zum ersten Mal an einer E-Gitarre und muss zunächst einmal lernen, das Plektrum richtig zu halten, um damit über die Saiten zu streichen.

Wenn dann der Gitarrenlehrer dazu mit der linken Hand auf dem Griffbrett ein paar Akkorde greift, kommen jedoch schnell ganz passable Töne zustande. Ähnliche Szenen ließen sich am vergangenen Wochenende im Einhard-Gymnasium zuhauf beobachten.

Da findet im Nebenraum selbst ein Exot unter den Zupfinstrumenten, die Mandoline, reges Interesse. Bei den Geigen und Bratschen ist noch manch quietschendes und krächzendes Streichen dabei, doch nach einiger Zeit haben die Kinder die ersten Kniffe raus. Nebenan werden sozusagen die „großen Brüder“ bestaunt, Cello und Kontrabass. Der Basslehrer zeigt, dass man den Kontrabass nicht nur streichen und zupfen, sondern sogar perkussive Töne damit erzeugen kann. Und damit die neugierigen Jungen und Mädchen nicht über sich selbst hinauswachsen müssen, hat er Modelle in halber oder auch Viertel- und Achtelgröße dabei.

Im Klavierzimmer sind einiges Geklimper und Tonleitern zu hören. Möglicherweise steckt unter den interessierten Steppkes ja ein zukünftiger virtuoser Konzertpianist. Die schrägsten und schrillsten Töne sind an diesem Tag bei den Blasinstrumenten zu hören. Denn bevor man in der Lage ist, mit Klarinette, Trompete, Posaune und Co. komplexe Melodien zu spielen, muss man erstmal die Atemtechnik und Lippenhaltung beherrschen. Fleißig ausprobiert wird auch das Schlagzeug. Zwei Mädchen versuchen sich mit einem ersten, noch etwas unbeholfenen Trommeln. Ein kleiner Junge muss vom Schlagzeuglehrer auf den Hocker gehoben werden und geht hinter der Basstrommel fast unter.

Das Interesse war beachtlich beim Instrumententag der Musikschule am Freitag und Samstag, der mittlerweile zu einer Traditionsveranstaltung geworden ist. Zu Beginn wurden in einem Musiktheaterstück mit dem Titel „Der verflixte Koffer“ sämtliche Instrumente vorgestellt, die an der Musikschule angeboten werden. Im Anschluss hatten die Kinder die Möglichkeit diese in den Räumlichkeiten des Einhard-Gymnasiums selbst auszuprobieren. „Den größten Zulauf erhalten bei uns Klavier, Streichinstrumente und Gitarre“, erklärte Peter Reiser, Fachbereichsleiter für Zupfinstrumente bei der Musikschule Aachen.

Auch die Eltern nehmen viel mit von der Veranstaltung. „Sie sind unheimlich begeistert, die Instrumente so hören zu können“, sagt Reiser. Auf diese Weise können sie sich selbst ein Bild davon machen, ob ihren Sprösslingen nun Zupf-, Streich-, Blas- oder doch eher Schlaginstrumente besser liegen. Und wenn die Kinder dann endgültig die Lust gepackt hat, die Musik zum Hobby zu machen, stehen an der Musikschule passende Schnupperangebote bereit. Denn wenn die eingangs erwähnte Binsenweisheit gilt, dann gilt auch diese: Übung macht den Meister.

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