Auffahrunfall in Waschanlage: Betreiber reagierte nicht

Von: red/pol
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Symbol Autowaschanlage Waschanlage dpa
Eine Waschanlage in Aachen wurde jetzt für für vier Autos zur Falle. Symbolfoto: dpa

Aachen. „Staus sind immer ärgerlich.“ Wenn eine Meldung der Aachener Polizei mit einer derartigen Einleitung beginnt, wissen regelmäßige Leser unserer Seiten, dass die Beamten der Kaiserstadt es wieder einmal mit einem besonders skurrilen Fall zu tun hatten. So auch diesmal.

Der aktuelle Einsatz, so geht der Polizeibericht weiter, habe sich allerdings nicht auf der Autobahn oder in der Stadt ereignet, sondern in einer Autowaschanlage. Vier Autos seien in so einer Einrichtung in der Innenstadt zusammengerummst.

„Wie fast immer beim Stau, liegt die Ursache stets weiter vorne“, heißt es in der Meldung. So hatte der Fahrer des ersten Wagens während des Reinigungsvorgangs unterwegs versehentlich die Handbremse angezogen. Der Fahrer des folgenden Autos erkannte das Hindernis. Er hupte, „sah sich dem Schicksal aber ausgeliefert und fuhr auf“.

Die Fahrerin des dritten Wagens hatte ebenso keine Chance wie die eines vierten Fahrzeugs - „klassischer Auffahrunfall“. Der Ruf nach der Polizei folgte.

Auf die Frage der Ordnungshüter an den Betreiber der Anlage, warum das Förderband nach dem alarmierenden Hupen nicht sofort gestoppt wurde, hatte dieser eine eher ungewöhnliche Erklärung: Das Hupen habe er zwar gehört, aber bewusst habe er erst nach dem zweiten Signal reagiert.

Dies läge daran, dass ein benachbartes Unternehmen nach Rückgabe verliehener Fahrzeuge diese technisch überprüfe. Dazu gehöre auch ein Huptest. Dieser Test verwirre die Mitarbeiter der Waschstraße zunehmend. So sei man dazu übergegangen, erst bei einem zweiten Hupen zu reagieren und den Notschalter zu betätigen.

Diese Erkenntnis hätten die drei folgenden Autofahrer nicht gehabt. Der Polizeibericht endet mit dem Satz: „Moral von der Geschicht´: Die Autos waren sauber, unbeschädigt aber nicht.“

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