Aachen - Auf Hochtouren wird für die „Special Olympics“ trainiert

Auf Hochtouren wird für die „Special Olympics“ trainiert

Von: Julia Gröbbels
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Nehmen in diesem Jahr an den Special Olympics in Düsseldorf teil: die Sportlerinnen und Sportler der Lebenshilfe Aachen mit Trainerin Andrea Moritz (r.). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ob Kugelstoßen oder 100-Meter-Sprint: Im Waldstadion laufen die Vorbereitungen für die Special Olympics Deutschland, die im Mai in Düsseldorf stattfinden, auf Hochtouren. Bereits zum vierten Mal nehmen die Werkstätten der Lebenshilfe Aachen mit mehreren Sportlern an den Spielen teil.

„In diesem Jahr schicken wir insgesamt sieben Sportler ins Rennen“, sagt Trainerin und Sportlehrerin Andrea Moritz. In den Vorjahren seien es immer mehr Teilnehmer gewesen, aber aufgrund der immer größer werdenden Beliebtheit der Spiele musste die Teilnehmerzahl begrenzt werden. In diesem Jahr werden insgesamt 4800 Athletinnen und Athleten in Düsseldorf erwartet. „Wir versuchen es aber dennoch fair zu gestalten, indem wir jedes Mal andere Sportler mitnehmen“, sagt Moritz.

Eine von ihnen ist Caroline Harling. Sie ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Für fünf Tage geht‘s bald nach Düsseldorf. „Ich mache mit, egal wie ich abschneide. Dabeisein ist für mich alles“, so Harling.

„Wir versuchen insbesondere denjenigen die Teilnahme an den Special Olympics zu ermöglichen, die sich auch an unseren ganzjährigen Sportangeboten beteiligen“, erklärt Moritz. Denn neben dem Spaß am Sport seien psychische Belastbarkeit und Ehrgeiz wichtige Grundvoraussetzungen, um bei dem sportlichen Wettkampf dabei sein zu können. „Wichtig ist mir insbesondere, dass ich das Gefühl habe, dass unsere Teilnehmer die Tage und den Wettkampf genießen können“, so Moritz weiter.

Bei den vorherigen Teilnahmen, die allesamt außerhalb NRWs stattgefunden haben, habe sie ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Besonders beeindruckt sei sie von der Offenheit gewesen, mit denen die meist geistig behinderten Menschen in Austragungs-Städten wie München empfangen und integriert worden seien. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihr auch der Moment, als einer ihrer Schützlinge bei seiner ersten Teilnahme die Goldmedaille im Kugelstoßen gewann. „Er strahlte vor Glück und wiederholte immer wieder voller Stolz: ‚Ich habe Gold’“, erzählt sie.

Es seien Momente des Glücks wie dieser, die Moritz auf keinen Fall mehr missen möchte: „Obwohl die Vorbereitungen anstrengend und der Hotelaufenthalt eine finanzielle Belastung ist, sind die Special Olympics das Highlight des Jahres und ein großer Gewinn für alle Teilnehmer“. Und weiter: „Bislang sind wir jedoch die Einzigen in Aachen, die an den Special Olympics teilnehmen; die anderen Einrichtungen können die Kosten von 3500 bis 4000 Euro einfach nicht stemmen“, sagt sie. Ihr großer Wunsch ist es, dass die Teilnahme an den Spielen auch für andere Aachener Schulen und Gruppen erschwinglich wird.

Weitere Informationen zu den Special Olympics Deutschland (SOD) 2014 unter: www.specialolympics.de

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