Auf Helmut Maintz kann das Domviertel wirklich bauen

Von: David Grzeschik
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Würdiger Preisträger: Dombaumeister Helmut Maintz (Mitte) erhielt im frisch restaurierten Grashaus den Rollmopsorden sowie die Urkunde von Walter Vennen (l.) und Prosper Brüderlin. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Fragt nicht, was der Staat für Euch tun kann – fragt Euch, was Ihr für Euren Staat tun könnt.“ Wenn Prosper Brüderlin über den Rollmopsorden spricht, führt er gerne das Zitat des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy an.

„Er hat letztendlich das gesagt, was unserer Intention nahekommt: Wir schauen, was wir der Stadt Aachen Gutes tun können“, erklärte Brüderlin.

Der Goldschmied ist zusammen mit dem verstorbenen Schmied Manfred Bredohl Mitbegründer des Rollmopsordens, der vor 20 Jahren von der „Interessengemeinschaft (IG) Domviertel“ ins Leben gerufen wurde. Verliehen wird er seit jeher an Persönlichkeiten, die sich um Aachen und das Domviertel verdient gemacht haben. „Das kann vom Briefträger über den Polizisten bis hin zum Dompropst jeder sein“, deutete Brüderlin die Bandbreite an.

In geschlossener Gesellschaft, bei Musik und selbstverständlich Rollmops wurde am Samstagnachmittag Dombaumeister Helmut Maintz geehrt. Maintz nahm den Preis, eine silberne Rollmops-Brosche, dankend an. In seiner Rede verwies der Dombaumeister auf seinen Mitarbeiter-Stab, in dessen Namen er die Auszeichnung selbstverständlich auch entgegennehme.

„Mit unseren zwei Handwerkern und einer weiteren Mitarbeiterin sind wir ein kleines, aber sehr effizient arbeitendes Team“, erklärte der Dombaumeister. Er sehe seine Handwerker und sich als „kleines Privatunternehmen“, das mit hohem Tempo um die Erhaltung des Aachener Münsters bemüht sei. Zugleich musste Maintz die Anwesenden aber auch enttäuschen. „Die Preisverleihung ändert leider nichts daran, dass wir unsere Arbeiten fortsetzen und den Dom bald wieder einrüsten müssen“, betonte Maintz. Mit der Sanierung des 16-Ecks stehe schon bald ein aufwendiges Großprojekt an.

Die Laudatio auf den Preisträger hielt Lutz-Henning Meyer, ein langjähriger Weggefährte Maintz‘. Er erinnerte an gemeinsame Erlebnisse und hob Maintz als würdigen Preisträger hervor. Durch die Feierstunde führte Walter Vennen, der als Buchhändler im Schatten des Doms tätig ist. Er verwies auf die Heiligtumsfahrt im vergangenen Jahr, die bei vielen Pilgern ein sehr gutes Bild von Aachen hinterlassen habe. „Die IG Domviertel arbeitet daran, Aachen schön zu halten“, stellte Vennen fest. Zu den Gästen der Preisverleihung zählten unter anderem der „Hausherr“ des Doms, Dompropst Manfred von Holtum, Kollegen des aktuellen Preisträgers sowie ehemalige Preisträger.

Eine absolute Besonderheit in diesem Jahr: Die Preisverleihung fand exklusiv in der Kapelle des Grashauses statt. Dabei wird das historische Gebäude zurzeit noch restauriert und soll erst in den kommenden Wochen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dass die Restaurierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, konnte man an den verklebten Böden unschwer erkennen. „Das ist eine so tolle Premiere, dass wir als ,IG Domviertel‘ das Grashaus benutzen dürfen – da nehmen wir einen noch nicht ganz fertigen Boden gerne in Kauf“, zeigte sich Mitbegründer Brüderlin dankbar gegenüber der Stadt.

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