Auf dem Weg zu einer Metropole des Kurzfilms

Von: hst
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Hat ambitionierte Pläne für
Hat ambitionierte Pläne für den (Kurz-)Fimstandort Aachen: Doris Talpey vom Kaleidoskop. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Unter dem Motto „Ein roter Teppich für Aachen” hatte der Filmverein Kaleidoskop zum Kurzspielfestival in den Alten Schlachthof geladen. Zwar mussten die Filmfreunde ein wenig Geduld zeigen, bis die Sonne nicht mehr so stark durch die großen Dachfenster der Halle strahlte, doch dann erwartete die Gäste ein dreiteiliges Programm mit familienfreundlichen Filmen, Werken zum Thema „Stimmen der Frauen” und Projekten aus der Region.

Alle gezeigten Filme waren maximal drei Minuten lang, die Königsdisziplin für Regisseure, wie Doris Talpay vom Filmforum Kaleidoskop sagt. „Es ist eine große Kunst, in so kurzer Zeit auf den Punkt zu kommen.” Trotzdem sei es vor allem der Nachwuchs, der sich dieser Kunstform widme, da ein kurzer Streifen eben auch weniger Geld koste als einer in Kinofilmlänge. Da viele Absolventen der FH Aachen Kurzfilme als Abschlussarbeiten ablieferten, sei ein Festival für diese Kunstart in Aachen passend, so Talpay.

Mit „Ein roter Teppich für Aachen” möchte das Filmforum einen Eindruck verschaffen, wie ein solches Festival aussehen könnte. Um ein neues Event zu etablieren, brauche es nicht nur Geld, sondern auch eine innovative Idee, so Talpay. Deshalb strebt der Verein an, in Aachen die erste deutsche Zweigstelle des etablierten „Internationalen Festivals sehr kurzer Filme” zu werden, das bereits seit mehreren Jahren in 80 Städten auf fünf Kontinenten stattfindet. Schließlich habe Aachen durch seine Lage und seine international orientierte Universität einen sehr grenzübergreifenden Charakter.

Dieser ist dann auch Thema in einigen der ausgewählten Beiträge, wie etwa in dem Kurzfilm „Alle beieinander” der von einem internationalen Team gefertigt wurde, unter der Leitung des Niederländers Mario Possen und der Deutschen Anna Wagner. Ein anderer Beitrag aus Maastricht beschäftigt sich auf humorvolle Weise mit dem Wesen der Menschen in der Euregio. „Unsere Hauptintention ist es, zu zeigen, wie viele unterschiedliche Blicke auf die Welt der Film ermöglicht”, sagt Doris Talpay.

Das Filmforum Kaleidoskop hofft, im nächsten Jahr schon einen Teil des „Internationalen Festivals sehr kurzer Filme” nach Aachen zu holen. „Dafür brauchen wir aber eine breite Unterstützung”, sagt Talpay. Um die Idee in die Breite zu tragen, verkauft der Verein deshalb zur Zeit kunstvoll gestaltete Festival-Aktien, die den Eigentümer nicht nur als Unterstützer auszeichnen, sondern auch noch für freie Festival-Pässe berechtigen.
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