Aachen - Auf dem Restmüll sollen die Bürger nicht sitzenbleiben

Auf dem Restmüll sollen die Bürger nicht sitzenbleiben

Von: Annika Kasties
Letzte Aktualisierung:
Lebensmittelverschwendung
Damit die Aachener zum Jahresanfang nicht auf ihrem Müll sitzenbleiben, bietet die Stadt für den Übergang zwei Möglichkeiten an. Foto: Patrick Pleul

Aachen. So allumfassend wie die „große Revolution“ der Aachener Müllabfuhr Anfang 2017, sind die Änderungen in Sachen Tonne zum neuen Jahr zwar nicht mehr. Einige Bürger werden sich aber trotzdem nach den Feiertagen umstellen müssen. Denn nach gestiegenen Gebühren, neuen Tonnengrößen und entsprechend veränderten Abständen zwischen den Leerungen stellt der Stadtbetrieb nun auch den Abholrhythmus um.

Was zur Folge hat, dass sich ab Januar in einigen Bezirken der gewohnte Leerungstag „aus organisatorischen Gründen“ ändert.

Hintergrund ist die neuausgerichtete Abfallwirtschaft im Stadtgebiet. So wird etwa der Biomüll statt wöchentlich nur noch alle zwei Wochen geleert. Beim Restmüll gibt es nun ein Mindestvolumen für Abfallbehälter, insgesamt wurden rund 90.000 neue Restmülltonnen ausgeliefert. Neu dabei sind etwa Behälter mit einem Volumen von 90 und 240 Litern. „Viele Leerungen sind dadurch weggefallen. Deshalb ändern wir jetzt die Touren“, erklärte Heinz-Willi Clairding, stellvertretender Bereichsleiter Abfallwirtschaft beim Aachener Stadtbetrieb am Donnerstag auf AZ-Anfrage.

Dabei müsse unter anderem berücksichtigt werden, dass die insgesamt rund 150 städtischen Mitarbeiter in der Abfallwirtschaft pro Tag nur eine begrenzte Anzahl an Tonnen leeren dürfen. Wie viele genau, das sei von der Art des Service abhängig, so Clairding, etwa ob die Tonnen im Vollservice aus dem Keller abgeholt werden oder ob die Anwohner diese selbst an der Straße bereitstellen (Teilservice). „Außerdem müssen die Touren möglichst schön zusammenhängen.“ Nicht zu vergessen sei dabei selbstverständlich auch die Kapazität der entsprechenden Fahrzeuge. In Richterich zum Beispiel wird an einigen Straßen der Restmüll mit dem weißen Deckel ab Januar somit nicht mehr mittwochs, sondern montags geleert.

Ausnahmen für den Übergang

Diese Änderungen haben zur Folge, dass zum Jahresanfang laut Abfallkalender in einigen Abholbezirken mehr als vier Wochen vergehen, bis die Tonnen geleert werden, in einigen Straßen sind es sogar sieben Wochen. Zumindest planmäßig. Beim Stadtbetrieb habe es deshalb bereits einige mehr oder weniger besorgte Anrufe von Bürgern gegeben, die sich fragten, wie sie so lange ihren Restmüll lagern sollen. Wie viele Haushalte von dem ausgedehnten Abholrhythmus betroffen sind, konnte Clairding am Donnerstag nicht abschätzen. Die Zahl dürfte jedoch im vierstelligen Bereich liegen. Insgesamt gibt es im Aachener Stadtgebiet rund 32.000 Restmülltonnen mit weißem Deckel.

Damit die Bürger nicht auf ihrem Müll sitzenbleiben, bietet die Stadt für den Übergang zwei Möglichkeiten an: So darf die Tonne mit dem weißem Deckel, aus der der Restmüll alle vier Wochen geholt wird, ausnahmsweise Anfang Januar gemeinsam mit der Restmülltonne mit dem roten Deckel (zweiwöchentliche Leerung), an die Straße gestellt und geleert werden. Alternativ können die Aachener ihren Restmüll in handelsüblichen blauen Müllsäcken sammeln und diese zum regulären neuen Abholtermin neben die Mülltonne stellen. Ab Februar wird der Stadtbetrieb die Mülltonnen mit den weißen Deckeln wieder im Abstand von vier Wochen leeren. Und dann haben sich die Aachener, so die Hoffnung des stellvertretenden Bereichsleiters, auch an die neueste Änderung in Sachen Abfall gewöhnt.

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