Auf dem Rad unterwegs: Hauptsache sicher

Von: Jessica Jumpertz
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Neben theoretischem Verkehrsunterricht steht auch viel Praxis auf dem Programm: Bei den Ferienspielen im Floriansdorf lernen schon die Kleinsten, wie sich sich sicher auf dem Fahrrad bewegen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Rund um kleine Häuser führen Straßen mit markierten Radwegen, Stopp- und Vorfahrts-schildern, Einbahn- und Fahrradstraßen. Ampeln sind auch noch geplant. Im außerschulischen Lernort Floriansdorf bietet der Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen im Rahmen der Kampagne „FahrRad in Aachen“ Fahrradtraining, Mobilitäts- und Verkehrserziehung an – seit Anfang des Jahres realitätsnah mit Schildern und Markierungen.

Für den ersten Tag der Ferienspiele unter dem Motto „Fahrradtraining“ meldeten sich 24 Kinder zwischen vier und zehn Jahren an. Die Ferienspiele bieten eine Kombination aus theoretischem Verkehrsunterricht, in dem den Kindern zum Beispiel Verkehrsregeln und Straßenschilder erklärt werden, und Praxis. In Fahrübungen lernen die Kinder den Schulterblick vor dem Abbiegen und Handzeichen zu geben. Auch das freie Fahren und Übungen für die Sicherheit auf dem Fahrrad kommen nicht zu kurz.

Die Fahrsicherheit ist ein besonders wichtiger Punkt, denn diese ist in den letzten Jahren vielfach nicht mehr so gut gewährleistet, wissen Experten. Zudem wird den Teilnehmern zum Beispiel erklärt, was ein „Toter Winkel“ ist. Vom Fahrersitz eines Feuerwehrautos aus können die Kinder dann selber den eingeschränkten Blickwinkel sehen.

Seit dem Schulhalbjahr 2015/2016 wird im Floriansdorf Mobilitäts- und Verkehrserziehung für Grundschulen angeboten, nun haben Kinder auch die Möglichkeit, an Nachmittagsterminen und in den Ferien an Kursen im Floriansdorf teilzunehmen. „Wir wollen dadurch erreichen, dass sie sich auf dem Fahrrad sicherer fühlen“, sagte Dr. Stephanie Küpper, Projektleiterin der Kampagne „FahrRad in Aachen“. Die Teilnahme an den Kursen ist kostenlos und offen für Kinder von fünf bis zehn Jahren.

Durch die Kombination von theoretischem Unterricht und Praxis, in der die Kinder das Erlernte umsetzen können, sollen die kleinen Fahrradfahrer auf die Realität im Straßenverkehr vorbereitet werden. Im Floriansdorf sollen sie nicht nur lernen, die Regeln des Straßenverkehrs zu beachten, sondern auch Gefahren einzuschätzen und sich sicherer mit ihrem Velo zu bewegen. „Je früher das geschieht, desto besser“, sagte Küpper. „Übung macht den Meister. Und wenn die Kinder sich auf dem Fahrrad sicher fühlen, dann fühlen sie sich auch sicherer im Straßenverkehr“. Alle Interessierten können ihre Fahrräder mitbringen oder sich Drahtesel sowie Fahrradhelme für den Kurs ausleihen.

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