Aachen - Auf dem Klosterplatz wird weiter geparkt

Auf dem Klosterplatz wird weiter geparkt

Von: Thorsten Karbach
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Neue Planung: Irgendwann wird der Klosterplatz aufgewertet. Solange soll er nicht leer stehen. Die Parkplätze bleiben zunächst erhalten - werden aber an Anwohner und Geschäftsleute vermietet. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Während die Johannes-Paul-II.-Straße zur Fußgängerzone werden soll, gibt der Klosterplatz Raum für neue Überlegungen. Der Parkplatz mit 42 Stellplätzen hätte im Zuge der Aufwertung der umliegenden Straßen eigentlich wegfallen sollen, wie erste Pläne der Stadt zeigen.

Doch da die Mittel aus dem sogenannten Weltkulturerbetopf (Konjunkturpaket I) für eine ansprechende Umgestaltung des Klosterplatzes nicht reichen, gibt es einen ganz neuen Gedanken, den die Ratsmehrheit von CDU und Grünen verfolgt. Der Klosterplatz soll vorerst als Parkplatz erhalten bleiben - aber nicht für Jedermann, sondern nach Vorbild des ehemaligen Brot-Schneider-Parkplatzes an der Prinzenhofstraße für Anwohner und Geschäftsleute, die sich dort einen Dauerparkplatz mieten.

Das Prinzip habe sich auf dem ehemaligen Brot-Schneider-Parkplatz - der jetzt allerdings Anfang 2011 für die Erweiterung des Gymnasiums St. Leonhard wegfällt - bewährt, erklärt Gaby Breuer, Verkehrsexpertin der CDU. Dort mieten Anwohner und Geschäftsleute seit 2006 ihre Stellfläche an, zahlen 50 Euro im Monat und damit in der Regel weniger, als wenn sie eine private Garage anmieten würden. Ein klassischer Bewohnerparkausweis kostet zwar „nur” 30 Euro im Jahr, gibt aber keine Garantie auf einen Parkplatz. In einigen Parkbezirken gibt es gar weniger Stellplätze als ausgestellte Bewohnerparkausweise.

Damit die individuell vermieteten Parkplätze nicht von anderen Autos belegt werden, sind sie alle abgepollert, und nur der Mieter kann den Poller entfernen. Dieses Modell soll nun auf den Klosterplatz übertragen werden - mit ähnlichen Mietkosten. Schon am Donnerstag, 28. Oktober, soll darüber im Mobilitätsausschuss (17 Uhr, Verwaltungsgebäude Marschiertor, Saal 170) gesprochen werden. „Wir bleiben dabei, dass die Fußgängerzone in diesem Bereich eine wichtige Verbesserung ist. In Sachen Klosterplatz werden wir aber eine veränderte Planung vorstellen”, kündigt Planungsdezernentin Gisela Nacken an. Und die ist im Sinne der politischen Mehrheit.

„Solange der Klosterplatz nicht umgebaut wird, können wir ihn nicht leer stehen lassen. So zieht man sich nur den Zorn der Anwohner und Geschäftsleute zu”, erklärt Helmut Ludwig, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen. „Wir wissen, welchen Parkdruck es dort für die Anwohner gibt”, fügt Gaby Breuer an. Deswegen müsse umgeplant werden. Rein formell müsste dafür der Klosterplatz zunächst umgewidmet werden. Anfang nächsten Jahres könnte er dann laut Gisela Nacken vermietet werden. Erst dann könne man ihn den Anwohnern und Geschäftsleuten anbieten. Es ist allerdings keine Planung für die Ewigkeit. Denn der Wille, den Klosterplatz neu zu gestalten, ist weiterhin da. Nur das Geld fehlt aktuell.

„Ich denke, wir sind uns einig, dass wir den gesamten Bereich aufwerten wollen”, sagt Breuer. Durch den Umbau des Verwaltungsgebäudes Katschhof zum Centre Charlemagne und die neue Dominformation erfahre das Umfeld viele neue Impulse. Der Klosterplatz dürfe auf Dauer nicht außen vor bleiben.

Auch darüber sind sich CDU und Grüne einig. Nur der Zeitplan lässt sich nicht präziser formulieren. Denn auf die Frage, wann der Klosterplatz denn endgültig kein Parkplatz mehr sei, gibt es bislang nur eine Antwort. „Irgendwann”, sagt Gaby Breuer.
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