Auf Ballhöhe mit den Profis beim ATP-Kindertag

Von: Antje Uhlenbrock
Letzte Aktualisierung:
atpbild
In jedem Sinne eine runde Sache: Zum Nulltarif kamen die jüngsten Tennis-Fans beim ATP-Turnier gestern eine Menge geboten - auch abseits der rollenden Bälle auf dem Spielfeld. Foto: Andreas Steindl

Aachen. An seinem ersten Tag als Balljunge beim internationalen ATP-Turnier, den Lambertz Open by Stawag, war Simon schon ein wenig aufgeregt. Vor allem hatte der Neunjährige Angst, etwas falsch zu machen. Aber alles lief glatt.

Schon zwölf Spiele auf dem Gelände des TC-Grün-Weiss hat der Grundschüler - selbst leidenschaftlicher Tennisspieler - jetzt hinter sich. „Ich find´s cool, die Profis von Nahem zu erleben”, erzählt Simon. Sein Lieblingsspieler? Dustin Brown. Auch dem durfte er schon die Bälle zurollen.

Insgesamt 43 Kollegen zwischen sieben und 14 Jahren hat Simon. Zu Sechst stehen sie auf dem Platz - normalerweise. „Einmal hatten wir zu wenig Ballkinder und waren nur zu Dritt”, erzählt er. Bevor die Kids den Spielern assistieren, üben sie zweimal. „Aber im Laufe der Woche werden alle zu Profis”, sagt Sarah Thielen, die während des Turniers für die Pressearbeit zuständig ist.

Hausaufgaben zwischendurch

Und so meisterte der routinierte Simon die Unterbesetzung mühelos. Direkt nach der Schule trudeln die Ballkinder ein. Zwischen den Schichten werden dann die Hausaufgaben erledigt.

Um noch mehr Kids für Tennis zu begeistern, findet beim ATP traditionell ein Kindertag mit freiem Eintritt statt. „Damit auch junge Familien sich das leisten können. Hier herrscht dann immer eine besonders schöne familiäre Atmosphäre”, erzählt Thielen. Clown Willi aus dem Mitmach-Zirkus Gioco bringt den Kids Diabolo bei, lässt Teller auf Stäben kreisen und jongliert mit Tüchern. Außerdem gibt es einen Schminktisch. Thielen verrät: „Wenn die Kinder nach Hause gehen, bekommen sie eine kleine Süßigkeit vom Sponsor.”

Quinn, Javier und Luc schaukeln in spitzen Halbkugeln auf dem Boden. Alle drei spielen selber Tennis. Aber sie schauen auch gerne den Profis dabei zu, berichtet Luc: „Ich finde es gut, wenn die Größeren so schnell spielen.” Emely ist nicht aktiv. Trotzdem fiebert die Siebenjährige mit - vor allem wenn ihr Bruder auf dem Platz steht. Der signierte nun Emelys großen Tennisball. Nach den Spielen geht sie damit nämlich auf große Unterschriftenjagd. „Von zwei, drei oder vier Spielern habe ich schon Autogramme”, lässt das Mädchen stolz verlauten. Ja sogar ihr eigener Name ziert die Kugel bereits.

Die gute Nachricht für die Autogrammjägerin: Drei Spieler der Alemannia kündigten an, sich gegen Abend unter die Tennis-Profis zu mischen. Dann kann Emely ihre Kugel sogar von echten Fußball-Stars unterschreiben lassen.

Apropos: Für die Wochenend-Spiele des ATP-Turniers gibt es noch Karten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert