Auf Avantis wächst der Stadtteil von morgen

Von: Joachim Rubner
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Noch unberührte Wiese: Bald wird hier auf Avantis das „Stadtviertel von morgen” entstehen. Am Mittwoch fiel der Startschuss für das zukunftsträchtige fünf Millionen Euro teure Projekt. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Auf Avantis soll die Zukunft greifbar werden. Am Mittwoch fiel dort der Startschuss für den „Stadtteil von morgen”, der in den kommenden Jahren realisiert werden soll.

Dieser stark zukunftsorientierte Teil der Avantis-Fläche ist als Forschungs- und Entwicklungsumgebung geplant, der Studenten und Unternehmern der Region angewandte Forschung ermöglichen soll.

Auch Schüler weiterführender Schulen sollen einbezogen werden, um ihnen Interesse an Ingenieurberufen zu vermitteln. Vier hochmoderne Gebäude sind geplant und sollen durch eine Gesamtinvestition von rund fünf Millionen Euro verwirklicht werden.

Baubeginn für das erste Haus ist der 9. September. „Bis dahin sollen die Schüler und Studenten Bauanträge stellen und sich um die Erschließung der Baustelle kümmern. Sie sollen den ganzen Prozess der Entstehung eines kleinen Stadtviertels durchleben”, sagte Sabine Keiner, Sales und Marketing Managerin von Avantis.

Im Frühjahr vergangenen Jahres wurde unter anderem an der Hogeschool Zuyd in Limburg ein Wettbewerb für Architektur-Studenten und Studenten des Bauingenieurwesens ausgeschrieben, ein Null-Energie-Haus, also ein Haus, das rechnerisch in der jährlichen Bilanz keine externe Energie, wie zum Beispiel Strom, Gas, Öl und ähnliches bezieht, zu schaffen.

Dort soll dann später der Wohnalltag, wie „Arbeiten und Wohnen unter einem Dach”, die Energienutzung, aber auch die Nachhaltigkeit eines solchen Baus untersucht werden. 80 Studenten der Hogeschool Zuyd entwickelten Ideen für dieses erste Gebäude.

„Nach der Fertigstellung wechseln die Planer die Perspektive und werden zu Nutzern, um am eigenen Leib zu untersuchen, wie sich das Konzept ihres Null-EnergieHauses im Alltag bewährt”, sagte Avantis-Vorstand René Seijben.

So soll der „Stadtteil von morgen” wechselseitig zur Plattform von Experten und Nutzern werden und der Hochschule und den Unternehmen, die die Technik zur Verfügung stellen, wertvolle Einblicke in die Praxistauglichkeit ihrer Entwürfe geben.

„Saubere, sichere und bezahlbare Energieversorgung ist eine der entscheidenden Herausforderungen in diesem Jahrhundert an unsere Gesellschaft”, sagte Seijben.

Ziel sei es daher, auf Avantis Firmen, Forschung und Lehre anzusiedeln, damit zusammen neue Lösungen zur Energieeinsparung, effizienteren Speicherung von Energie und ähnlichen Dingen entwickelt werde. Man sei auf Avantis stolz auf die Kooperation mit der Hogeschool Zuyd.

„Das daraus resultierende Innovationszentrum für Architektur und erneuerbare Energien ist mit seinen hochwertigen Raumkonzepten Aushängeschild für zukunftsorientiertes Lernen und Forschen auf Avantis”, sagte Seijben.

Man sei zuversichtlich, dass aus dieser ersten offiziellen Kooperation mit einer niederländischen Hochschule noch weitere, beispielsweise mit der RWTH oder der FH Aachen, folgen würden.
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