Aachen - Auch Schängche zeigt der Hexe lange Nase

Auch Schängche zeigt der Hexe lange Nase

Von: Peter Langohr
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„Zwerg Nase“ beim Öcher Schängche: Das Stück nach Wilhelm Hauff feierte jetzt bei der Stadtpuppenbühne seine Premiere.

Aachen. „Zwerg Nase“ feierte Premiere auf der Bühne des Schängche-Theaters in der Barockfabrik am Löhergraben. Nach der Vorlage des gleichnamigen Vormärz-Märchens von Wilhelm Hauff, das 1826 erschien, schuf Wilhelm Dithmar ein Puppenspiel, das von dem Aachener Heimatdichter Lambert Piedboef ins Öcher Platt übertragen wurde.

Otto Trebels, künstlerischer Leiter der Stadtpuppenbühne, bearbeitete das Stück, so dass die Zuschauer der sonntäglichen Kindervorstellungen dem Inhalt ohne weiteres folgen können.

Zwerg Nase ist die Geschichte von Jakob, dem Sohn einer Aachener Marktfrau. Da seine Mutter erkrankt ist, muss „et Jaköbche“ seine Mutter in ihrem Marktstand vertreten. Während seiner Arbeit wird er jedoch von einer bösen Hexe verzaubert und in ihr Hexenhaus verschleppt.

Dort braut sie ihm einen Zaubertrank, der bewirkt, dass er fortan ein hässlicher Zwerg mit einer langen Nase ist. Ein ähnliches Unglück ist der Prinzessin aus dem Königshaus widerfahren, die allerdings nun als sprechende Gans ihr Dasein fristen muss. Gemeinsam gelingt den beiden aber die Flucht und ein gütiges Schicksal sorgt dafür, dass Schängche und seine Freunde Nieres und Veries, die damit zu den Helden des Tages avancieren, am Ende alles zum Guten wenden können.

Aber wie das geschieht, soll hier nicht verraten werden, denn immerhin warten noch zwei Aufführungen von „Zwerg Nase“ auf die Besucher. Dem Schängche-Ensemble unter der Leitung von Otto Trebels gelingt es, eine Inszenierung zu präsentieren, die Kinderherzen höher schlagen lässt. Es macht Freude anzusehen, wie die Handlung durch eine kluge Mischung von Öcher Platt – meistens vom Schängche gesprochen – sowie Hochdeutsch und „Huechdütsch mit Knubbele“ so geführt wird, dass auch diejenigen, die das Öcher Platt nicht beherrschen, folgen können.

Darüber hinaus ist die Handlung so einfach gestaltet, dass sie sich auch ohne Worte verstehen lässt. Jedenfalls haben die Kinder keinerlei Probleme, dem Schängche bei der Suche nach „et Jaköbche“ zu helfen und ihm lautstark den richtigen Weg zu weisen.

Ergänzt wird das Spektakel von hübschen Bühnen- und Geräuscheffekten, so dass am Ende begeisterter Beifall der Lohn für Hildegard Barner, Gabriele Herschbach, Elfriede Schulz, Albert und Hedwig Baurmann, Dirk Chauvistré, Paul Drießen, Peter Reuters und Anna Inkmann ist.

Weitere Aufführungen des Stücks finden an den Sonntagen, 22. und 29. März, jeweils um 15 Uhr statt. Die Kasse wird eine halbe Stunde vor Aufführungsbeginn geöffnet. Vorbestellungen können – allerdings nur am Sonntag der Aufführung – in der Zeit von 10 bis 12.30 Uhr – unter der Telefonnummer 172016 getätigt werden.

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