Aachen - Auch Printen lernen in Orsbach fliegen

Auch Printen lernen in Orsbach fliegen

Von: Andreas Cichowski
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Bunte Papageien und auch Printen in Drachenform stiegen am Wochende in Orsbach in den Himmel. Foto: Andreas Cichowski
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Bunte Vielfalt: Der Fantasie der Drachenbauer waren keine Grenzen gesetzt. Foto: Andreas Cichowski

Aachen. Wenn „Öcher Printen fliegen lernen“ lockt das nicht nur Kinder auf die Wiese. Dank des Sturmtiefs „Herwart“ zeigte sich am Wochenende der Himmel über der großen Weide in Orsbach so bunt wie nie zuvor. Bereits zum 21. Mal trafen sich am Wochenende Drachenfreunde aus den benachbarten Niederlanden, Belgien sowie aus Köln, Düsseldorf und natürlich auch aus der ganzen Region an der Orsbacher Straße zum alljährlichen Drachentreffen und zeigten ihre schönsten Flugobjekte.

Große Papageien, gelbe Quietsche-Entchen und viele andere ausgefallene Drachen waren zu sehen. Besonders auffallend mit seiner Größe war allerdings die „Woodstock-Airline“ mit Pilot Charlie Brown von Hans Backes. Wie die meisten anderen Drachen ist auch das über sieben Meter breite Flugzeug in unzähligen Stunden Handarbeit entstanden. „Solche Sachen werden über den Winter gemacht“, erzählte der 67-jährige Heinsberger. Wie viele Stunden es tatsächlich waren, konnte er nicht sagen, doch der Bau hätte einen ganzen Winter in Anspruch genommen. Knapp 86 Quadratmeter hauchdünner Stoff wurden vernäht.

Wie man einen Drachen baut, sagen ihm 35 Jahre Erfahrung, in denen man sich natürlich auch untereinander auf Drachentreffen austausche. „Wenn man dann Glück hat, dann fliegt das Ganze auch“, schmunzelte Backes. Voraussetzung sei natürlich ein konstanter Wind. Und davon gab es am Wochenende dank „Herwart“ reichlich. Eigentlich sogar zu viel.

„Das sind Windstärken, da kann man keinen Drachen steigen lassen“, meinte Robert Zeius, einer der vier noch aktiven „Drachenfreunde Euregio“. Zusammen mit Holger Drossart, Martina Droste-Drossart und Sabine Droste organisiert er das jährliche Drachentreffen. In der Nacht mussten sie Zelte und Pavillons nachspannen. „Zum Glück ist nichts kaputt gegangen“, sagte Zeius

Doch lockte gerade der Wind viele Familien auf die Wiese, wo die Kinder selber Drachen bauen konnten und diese anschließend steigen ließen. „Wir haben Samstag 220 Drachen gebastelt“, berichtete Zeius, der für Sonntag Materialnachschub für weitere 400 ins Zelt brachte.

Für die kleinen Besucher kam der Spaß jedenfalls nicht zu kurz, denn unter dem Motto „Öcher Printen lernen fliegen“ fand wieder der traditionelle „Printenabwurf“ statt, während die Erwachsenen sich bei einer Tasse Kaffee, Kuchen und Waffeln stärkten.

Der Reinerlös der Veranstaltung für den guten Zweck kommt wie auch in den Vorjahren der Kinderkrebsstation des Klinikums Aachen zu Gute. „Seit 2001 unterstützen wir die Station, und im Laufe der mehr als zehn Jahre haben wir eine schöne fünfstellige Summe spenden können“, erinnerte sich Zeius. Im letzten Jahr kamen 8000 Euro zusammen.

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