Aachen - Auch für die Letzten gibts tosenden Beifall

Auch für die Letzten gibts tosenden Beifall

Von: Regine Beyss
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Perfektes Wetter, tolle Atmosp
Perfektes Wetter, tolle Atmosphäre und ein Teilnehmerrekord: Beim 2. Tivoli-Lauf waren am Sonntag 1500 Läufer in fünf Wettbewerben im und rund um das Fußballstadion unterwegs. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Berge in der Aachener Soers sind immer noch so hoch wie im letzten Jahr - da hat Organisator Michael Leers Recht. Sorgen muss er sich darüber allerdings nicht machen, schließlich gilt gleiches auch für die Laufbegeisterung der Aachener.

Rund 1500 Teilnehmer starteten beim zweiten Tivoli-Lauf - 400 Läufer mehr als noch bei der Premiere. Damit ging für Michael Leers, Abteilungsleiter Leichtathletik der Alemannia, ein Traum in Erfüllung. Und es sollte nicht der einzige bleiben.

Das Salz in der Suppe

Oberbürgermeister Marcel Philipp gab den ersten von fünf Startschüssen an diesem straff durchorganisierten Tag. Die Erwachsenen mussten zuerst ran, es warteten 21 Kilometer Laufstrecke auf sie. Rund 400 Läufer wagten sich alleine an den Halbmarathon, 96 Staffel-Teams teilten sich die Strecke jeweils zu dritt auf. Schnell setzte sich die einsame Spitze ab: Philipp Nawrocki und Roger Smeets kamen am Ende mit einem Unterschied von nur 30 Sekunden ins Ziel.

„So ein Wettkampf ist einfach das Salz in der Suppe”, sagte Nawrocki nach der Siegerehrung. „Man weiß nie, mit welchen Gegnern man rechnen muss.” Als Deutscher Meister in der Marathonmannschaft verteidigte er seinen Vorjahressieg und konnte sich sogar noch um einige Minuten verbessern. „Es macht einfach Spaß, hier mitzulaufen.”

Der Spaß stand aber auch fernab der Höchstleistungen für die meisten Läufer im Vordergrund. Melanie Grümmer und Stefan Roggenland kamen zusammen ins Ziel - nach gut zweieinhalb Stunden. „Wir sind super stolz, schließlich haben wir unsere persönliche Zeit gehalten.” Dass sie als Letzte in den Tivoli einliefen, störte sie nicht. „Es war einfach toll, wie die Leute applaudiert haben, als wir ins Ziel kamen, und auch die Streckenposten haben uns immer wieder motiviert.”

Tatsächlich herrschte rund um den Aachener Tivoli eine besondere Atmosphäre. Beim Zieleinlauf lief stets Musik, die Läufer waren auf den großen Stadion-Leinwänden zu sehen. Dazu kamen nicht nur die lauten Trommelwirbel von Olaf Lindner, sondern vor allem ein jubelndes Publikum. „Looos, Jungens, auf gehts”, hallte es vom Straßenrand und der Tribüne, die bei Alemannia-Spielen den VIP-Gästen vorbehalten ist.

Nach den Halbmarathon-Läufern starteten die Schüler, anschließend folgten die Bambini. Die Zwei- bis Sechsjährigen drehten eine Runde durch das Stadion und wurden anschließend jubelnd von ihren Eltern in Empfang genommen. Die konnten sich anschließend selbst beweisen - beim Jugend- und Jedermann-Lauf. Ein Event für die ganze Familie, fand auch Helmut Kindl. Er packte seine zwei Söhne kurzerhand in den Kinderwagen und lief mit ihnen gemeinsam die fünf Kilometer. „So kann ich auch die Kleinen schon an den Sport heranführen - und gleichzeitig Familie und Sport wunderbar verbinden.” Alemannia-Präsident Dr. Alfred Nachtsheim ließ sich die Runde um und durch den Tivoli ebenfalls nicht nehmen und kam mit dem ersten Drittel ins Ziel.

Alle Läufe verliefen reibungslos - auch dank der 120 tatkräftigen Helfer. Sie waren bereits seit dem frühen Morgen im Einsatz, um alle nötigen Vorkehrungen zu treffen. Michael Leers konnte also Ruhe bewahren. „Sogar das Wetter war perfekt: Morgens war es eher kühl, und nachmittags kam die Sonne heraus.”

Nach den hochsommerlichen Temperaturen im vergangenen Jahr hatte er sich vor allem das gewünscht für einen erfolgreichen zweiten „AachenMünchener Tivoli-Lauf”. Und war am Ende wunschlos glücklich.

Philipp Nawrocki und Steffi Jansen liegen vorn

Die Sieger des 2. Tivoli-Laufs: Beim Halbmarathon über 21,1 Kilometer hatte bei den Männern Philipp Nawrocki (1:11:26) die Nase vorn. Er siegte vor Roger Smeets (1:11:56) und Jean-Pierre Dietezen (1:21:37).

Steffi Jansen heißt die Siegerin bei den Frauen. In der Zeit von 1:24:17 Stunden lag sie nach der Distanz von 21.1 Kilometern am Ende deutlich vor ihren Verfolgerinnen Andrea Niggemeier (1:30:15) und Birgit Lennartz (1:31:46).

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