Auch CDU will Reiner Daams als Dezernenten

Von: Matthias Hinrichs
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Hat nun auch die Unterstützung der CDU: Reiner Daams soll Nachfolger von Wolfgang Rombey werden. Foto: Solinger Tageblatt

Aachen. Ob NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann von ihrem Lebensgefährten Reiner Daams begleitet wird, wenn sie den Aachenern morgen anlässlich der Karlspreisverleihung die Ehre erweist? Mancher politische Entscheidungsträger würde die Gelegenheit zum Smalltalk mit ihm jedenfalls gern ergreifen.

 Denn vieles spricht dafür, dass der studierte Musiker und amtierende Referatsleiter im Landesbauministerium in Kürze seinen Lebensmittelpunkt ins Dreiländereck verlegt. Wie berichtet, hatte sich Daams unter rund 80 Bewerbern als Top-Kandidat für die Nachfolge des städtischen Beigeordneten Wolfgang Rombey empfohlen. Und jetzt hat auch die CDU die Weichen zur Kür des 52-Jährigen gestellt.

„Wir haben uns am Montag in der Ratsfraktion weitestgehend einvernehmlich für die Wahl von Herrn Daams ausgesprochen“, bestätigte Fraktionschefin Maike Schlick am Dienstag auf Nachfrage. Die Grünen hatten sich als Partner in der Koalition bereits vor einigen Wochen für ihren Parteifreund stark gemacht. Bereits bei der nächsten Ratssitzung am 29. Mai könnte der erfahrene Polit-Profi Daams damit in den Sessel gehoben werden.

Im Zuge des Auswahlverfahrens, das von einer Bonner Personalberatung federführend betreut wurde, habe der Kandidat sich als „uneingeschränkt geeignet“ erwiesen, unterstrich Schlick. Nun habe sich auch die CDU davon überzeugen können, dass Daams der beste Bewerber sei. Am kommenden Montag soll er seine Visitenkarte persönlich bei den Ratsfraktionen abgeben.

Die Zeit drängt

Die Zeit drängt. Wolfgang Rombeys Vertrag als Dezernent für Bildung, Kultur, Schule, Jugend und Sport endet am 1. Juli. Just am Tag vor der möglicherweise entscheidenden Ratssitzung vollendet Rombey sein 65. Lebensjahr. Gleichwohl hatte vor allem die SPD zuletzt dafür plädiert, den Beigeordneten vorerst im Amt zu halten – immerhin sei Rombey derzeit intensiv in die Vorbereitungen fürs umfängliche Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm zum 1200. Todesjahr von Kaiser Karl 2014 eingebunden. „Allerdings deutet jetzt alles darauf hin, dass er nicht gewillt ist zu verlängern“, erklärte SPD-Fraktionssprecher Claus Haase auf Nachfrage.

Dennoch seien die Sozialdemokraten „überrascht“ über das Votum der CDU. Schließlich habe sich in jüngster Zeit der Eindruck aufgedrängt, „dass die konservativeren Kräfte dort nach der Abwahl von Harald Baal als Fraktionschef wieder mehr Rückenwind bekommen haben“. Ob die Sozialdemokraten Daams‘ Wahl unterstützen würden, darüber werde in Kürze nochmals intensiv beraten – auch unter dem Gesichtspunkt, dass dann künftig gleich zwei grüne Dezernenten in der sechsköpfigen Verwaltungsspitze vertreten wären. Haase: „So etwas hätte es bei einer SPD-Mehrheit wohl nicht gegeben.“

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