Aachen - Auch Aachener Bank steckt viel Geld ins „Aquis Plaza“

Auch Aachener Bank steckt viel Geld ins „Aquis Plaza“

Von: Oliver Schmetz
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Noch ist einiges zu tun: Bis Herbst 2015 soll in der riesigen Baugrube am Kaiserplatz das „Aquis Plaza“ (kleines Bild) wachsen. Auch die Aachener Bank beteiligt sich an der Finanzierung. Foto: Michael Jaspers
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Noch ist einiges zu tun: Bis Herbst 2015 soll in der riesigen Baugrube am Kaiserplatz das „Aquis Plaza“ (kleines Bild) wachsen. Auch die Aachener Bank beteiligt sich an der Finanzierung. Foto: ECE

Aachen. Für die Aachener Bank ist es zwar nicht das größte Investment ihrer Geschichte. „Da gab und gibt es durchaus Vergleichbares“, sagt Vorstandssprecher Franz-Wilhelm Hilgers. Wohl aber sei es das größte Projekt, an dem das Geldinstitut je beteiligt war.

Denn die Aachener Bank gehört mit der Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank (DG HYP) und der VR-Bank Bonn zu einem Konsortium, das 89 Millionen Euro in den Bau der Aachener Kaiserplatz-Galerie steckt, die jetzt „Aquis Plaza“ heißt. 75 Millionen Euro steuert die R+V Lebensversicherung AG zu der „genossenschaftlichen Finanzgruppe“ bei, die damit 164 Millionen Euro an Krediten bereitstellt – mehr als die Hälfte des gesamten Finanzbedarfs für das 290-Millionen-Projekt.

Dass die Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank all dies jetzt – fast neun Monate nach Baubeginn – veröffentlicht, kommt überraschend. Doch bedeute dies nicht, dass die Finanzierung der Galerie bis jetzt ungewiss gewesen sei, versichert Uwe Kirchner, Sprecher der DG HYP, auf Anfrage. Die Kredite seien bereits zu Baubeginn vereinbart gewesen, man habe lediglich in den vergangenen Monaten die Verträge ausgehandelt.

Das bestätigt die ebenfalls etwas überraschte Baudezernentin Gisela Nacken: „Die Investoren mussten gemäß städtebaulichem Vertrag nachweisen, dass die Finanzierung steht.“ Dies sei Bedingung für die Baugenehmigung gewesen, daran habe man auch „keinerlei Zweifel gehabt“, so die Dezernentin.

Mit wie vielen Millionen die Aachener Bank mit von der Partie ist, möchte Hilgers nicht verraten. „Man kann die Summe von 89 Millionen nicht einfach durch drei teilen, das wäre falsch und würde unsere Leistungsfähigkeit übersteigen“, sagt er. Die Aachener Bank sei in dem Konsortium der „eher kleine, aber geschätzte Partner, weil wir vor Ort sind“.

Dass das Projekt als jahrelanges Symbol für Stillstand „nicht ganz unumstritten“ gewesen sei, ist auch Hilgers klar: „Aber für uns war ausschlaggebend, dass jetzt höchst kompetente Investoren am Ruder sind.“ Diese – die Hamburger ECE und die Strabag Real Estate – wollen auf gut 29.000 Quadratmetern rund 130 Einzelhandelsgeschäfte ansiedeln. Eröffnet werden soll das „Aquis Plaza“ im Herbst 2015.

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