Atelierhaus Aachen eröffnet erste große Ausstellung

Von: Paula Schönfelder
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Große Resonanz zum Start: Viele Kulturfreunde kamen, um die erste großeAusstellung im Kulturdepot Talstraße zu sehen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Eine „neue Heimat für Künstler“ – so beschrieb Karl Hütten, zweiter Vorsitzender des Atelierhauses Aachen, den neuen Standort im Depot in der Talstraße. Nach der Eröffnungsfeier Mitte Februar fand nun im ehemaligen Straßenbahndepot die Auftakt-Ausstellung statt.

Zusätzlich konnten Interessierte Einblicke in 28 Ateliers der 31 Künstler bekommen. Bis zum 23. April können Besucher die Werke besichtigen. „Neue Positionen“ heißt die Ausstellung, in der die im Depot ansässigen Künstler jeweils eine ihrer Arbeiten präsentieren. Von Gemälden über Filme bis zu Rauminstallationen waren ihnen dabei keine Grenzen gesetzt.

Das Motto weist aber auch auf den neuen Standort im Aachener Norden hin. „Hier in der Talstraße sind wir viel präsenter“, meinte Nadya Bascha, Geschäftsführerin des Atelierhauses. Vom Umzug aus dem etwas abgelegeneren Süsterfeld in den Aachener Norden profitierten aber Kreative und Publikum gleichermaßen. „Wir möchten den Stadtteil durch Kunst und Kultur aufwerten“, fügte Bürgermeisterin Margrethe Schmeer hinzu.

Das Konzept scheint aufzugehen. Brigitte und Peter Kempers etwa, die extra für die Vernissage von Köln nach Aachen gekommen waren, zeigten sich begeistert. „Wir kommen ja direkt von der Autobahn und waren dann praktisch schon da“, freute sich Brigitte Kempers. Auch die Künstler sehen das als großen Vorteil. „Hier ist ein richtiger kultureller Treffpunkt entstanden“, befand Petra Geiser, die in einem der Ateliers arbeitet.

So nutzten viele die Möglichkeit, in die Ateliers hineinzuschnuppern und mit den Künstlern in Kontakt zu kommen. „Feedback ist uns Künstlern ganz wichtig“, sagte Petra Geiser. Nur so könne sich Kunst weiterentwickeln und den Künstlern neue Ideen bringen. Was die grenzüberschreitende Zusammenarbeit angeht, hat Nadya Bascha vom Atelierhaus zudem große Pläne: „Das Depot soll eine Plattform werden. Wir möchten sowohl Aachenern als auch euregionalen Künstlern helfen, sich und ihre Werke zu präsentieren. Während Kulturpolitiker, Künstler und Besucher gleichermaßen vom neuen Standort überzeugt sind, gab es die Räumlichkeiten betreffend unterschiedliche Meinungen.

Einigen Besuchern schien das Depot zu modern, anderen gefiel gerade das besonders. Zum Beispiel Sabrina Görg: „Die Atmosphäre hier ist toll“, meinte sie und lobte den besonderen fabrikartigen Charme der hellen und lichten Räume. Platznot war jedoch einer der wenigen Kritikpunkte der Künstler: Viele teilen sich ein Atelier, häufig zu zweit, teilweise sogar zu viert. Elena Starostina und Dorothee Schmidt, die zusammen in einem Raum arbeiten, wünschen sich mehr Platz für sich selbst. „Beim Malen braucht man eine gewisse Intimsphäre“, sagte Starostina.

31 Künstler gehen an der Tal-straße auf 160 Quadratmetern ihrer Arbeit nach. Eine Herausforderung, sagen manche. Für eine Chance halten es die anderen. Am regen Austausch konnten sich Besucher und Künstler gleichermaßen freuen. Für manche verlief der Tag sogar sehr erfolgreich: Die Kempers zum Beispiel kauften gleich ein kleines Kunstwerk.

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