Aachen - Astronomietag: Mondkrater in Mehlschüsseln

Astronomietag: Mondkrater in Mehlschüsseln

Von: Laura Hentz
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Einblicke in kosmische Welten: Beim Tag der Astronomie in der Sternwarte der Volkshochschule Aachen am Hangeweiher gewann auch der fünfjährige Henry erste Eindrücke vom Weltall. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Mond, Jupiter, Mars und Saturn – die große Weite des Universums und was dort vor sich geht fasziniert die Menschen schon seit Jahrtausenden. Zum bundesweiten Astronomietag an diesem Samstag schauten besonders viele Augenpaare gen Himmel. Auch die VHS-Sternwarte am Hangeweiher hatte zu diesem Anlass ihre Kuppel geöffnet und Jung wie Alt hatten sich bis in den späten Abend um das große Teleskop geschart.

Neben Mond und Jupiter wäre bei guter Sicht wohl auch der Komet „Panstarrs“ zu sehen gewesen. „Normalerweise verläuft am Himmel alles regelmäßig und stabil“, so Jürgen Balk.

Der Leiter der Sternwarte erklärte, ein Komet sei die Ausnahme, „ein äußerst schönes Phänomen am Himmel“. Denn so ein heller Kern mit seinem Schweif erscheint nur alle paar Jahre. Diesmal waren die Wolken im Weg. Aber Ende des Jahres gibt es eine zweite Chance auf eine Kometensichtung. Ganz schön nah soll der uns kommen und Balk erzählte: „Manche sprechen sogar von Vollmondhelligkeit. Aber das ist mit Vorsicht zu genießen.“

Am Astronomietag richtete das Sternwartenteam sein Teleskop kurzerhand auf den Lousberg. Besonders für die Kinder war die 300-fach vergrößerte Sicht sehr spannend, wusste Balk: „Das Interessante ist, dass man den Blick durch das Teleskop hat und dann mit dem unbewaffneten Auge vergleichen kann, was man sieht.“

Und nicht nur das Teleskop sorgte für Staunen und Begeisterung: Aus dem ersten Stock ließ das Team Steine in Mehlschüsseln fallen. So lassen sich ganz leicht Mondkrater simulieren. Ein anderer Versuch machte spielerisch deutlich, wie unterschiedlich Erde, Mond oder Mars auf einen Liter Milch und somit auch auf den Menschen wirken würden: Während das Getränk auf dem Mond ganz leicht ist, würde es auf der Sonne ganze 28 Kilo wiegen. Auch die Vorträge über Asteroiden, den Sternenhimmel und besonders die Präsentation über Polarlichter kamen beim Publikum sehr gut an.

Balk freute sich über den guten Zuspruch: „Obwohl klar war, das Wetter ist nicht so gut, sind die Leute gekommen.“ Die Sternwarte und die Astronomie hätten eben eine große Anziehungskraft, gerade auf Kinder und Jugendliche.

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