Astronautenkost statt Gummibärchen

Von: Svenja Pesch
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So macht Schule richtig Spaß: Bei der Ferienakademie der Städtregion erfuhren die Kinder allerhand über die Technik des Fliegens. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wenn Max‘ Traum wahr würde, dann wäre der Achtjährige in einigen Jahren auf dem Mond. Wenn Lernen immer so spannend wäre, dann würde auch die manchmal nervige Schule richtig Spaß machen. Und wenn immer Ferien wären, dann würden Max und seine Freunde dennoch freiwillig in die Schule kommen, denn bei der dritten städteregionalen Ferienakademie steht das spielerische Entdecken klar im Mittelpunkt.

Unter dem Motto „Traum vom Fliegen“ erforschen 60 Aachener Grundschulkinder spannende Themen rund ums Fliegen. Sie schrauben an echten Flugzeugen, testen das Essen von Astronauten im Weltall, besuchen Kunstschulen und bauen ausgefallene Flugobjekte oder klären die vorherrschende Frage, warum Vögel und Raketen denn überhaupt fliegen können.

„Viele engagierte Partner“

Die Schüler der Grundschule Bildchen bilden mit der Grundschule am Fischmarkt eine Gruppe und die Gemeinschaftsgrundschule Driescher Hof und Passstraße arbeiten in den Wochen gemeinsam. Die Ferienakademie wurde 2011 vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen und dem Bildungsbüro der Städteregion in Kooperation mit schulischen und außerschulischen Bildungspartnern aus der Region entwickelt. Ziel ist ein langfristiges Baukastensystem zur effizienten Planung von Ferienakademien im Rahmen der Offenen Ganztagsschule. Finanziert und begleitet wird das Ganze vom Bildungsbüro der Städteregion Aachen, die die diesjährige Akademie mit 31 500 Euro unterstützt. „Kinder lernen gerne und das ist die Grundidee der Ferienakademie“, erklärt Gabriele Roentgen vom Bildungsbüro der Städteregion. „Wir haben viele engagierte Partner, weshalb wir auch in den drei Jahren viele Dinge weiter entwickeln konnten. Außerdem profitieren von der heterogenen Gruppe an Kindern wirklich alle.“

In der Städteregion nehmen insgesamt 150 Kinder teil, die überwiegend aus der 3. und 4. Klasse kommen. Auch die Lehrer der jeweiligen Schulen sind sich einig: Die Atmosphäre und das entspannte Lernen in der Ferienakademie solle im Idealfall auch im täglichen Unterricht herrschen. Die Ideen seien zudem Impulse für konstruktives Lernen.

Max und seine Freunde haben in den paar Tagen, in denen sie hier sind, schon so einiges gelernt. Wie Raketentriebwerke funktionieren zum Beispiel. Oder wie es sich anfühlt, in einem echten Helikopter zu sitzen. Das durften sie nämlich auf dem Flughafen Merzbrück testen. „Irgendwann will ich mal zum Mond fliegen. Dann weiß ich, wie die Technik und alles arbeitet und kann als Astronaut durchstarten“, ergänzt Max, während er noch Pappe für seine selbst gebastelte Rakete ausschneidet.

„Träume sind machbar“

„Das, was man träumt, ist machbar“, so Johannes Menne, Schulleiter der Grundschule Bildchen, der ergänzt: „Wer weiß, vielleicht setzt der ein oder andere den Traum vom Fliegen wirklich in die Tat um.“ Das nötige Vorwissen haben sie ja bereits in Ansätzen.

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