„Asip und Jenny“ im Jungen Grenzlandtheater

Von: Marie Eckert
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Ein entscheidender Moment: Asip (Manuel Bashirpour) rettet Jenny (Lea Fleck), eine besondere Beziehung entsteht. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Sie kommen aus unterschiedlichen Welten und haben doch so einiges gemeinsam: „Asip und Jenny“ heißt das neue Stück des Jungen Grenzlandtheaters Aachen (Greta), in dem sich die Leben zweier junger Menschen durch einen Zufall kreuzen. In dem 70-minütigen Stück geht es um Zugehörigkeit, Verantwortung und um Heimatlosigkeit.

Die erste Begegnung von Asip (Manuel Bashirpour) und Jenny (Lea Fleck) verläuft, gelinde gesagt, etwas holprig: Lea hat ihr Leben satt und steht auf einem Gerüst – vielleicht will sie springen. Ihr Vater ist weg, der Stiefvater ausgezogen, die Mutter, eine Sängerin, nur an ihrem Beruf interessiert, und ihr Freund ist mit ihrer besten Freundin zusammen. Asip joggt am Gerüst vorbei, sieht sie und rettet ihr kurzerhand womöglich das Leben.

Es folgt ein emotionsgeladener Dialog, Lea, aus eigentlich behütetem Hause, ist wütend, negativ, fast schon hasserfüllt. Asip, der mit seiner Familie aus Afghanistan geflüchtet ist, hat seine ganz eigene Energie, ist positiv und optimistisch. Und das Wichtigste: Er hört Lea einfach zu, diskutiert nicht. Jeden Abend treffen sich die Beiden am Brückengeländer und lernen einander verstehen und kennen.

Zum dritten Mal ist das Junge Grenzlandtheater am St. Ursula Gymnasium zu Gast, wie immer werden die Proben theaterpädagogisch betreut, der Literaturkurs der Oberstufe hat bereits Probesequenzen gesehen.

„Es geht um zwei Menschen, die auf ihre eigene Art und Weise ihren Rucksack des Lebens mit sich herumtragen“, erklärte Mark Hartmann, der beim Stück Regie führt. „Beide wissen nicht, wo sie hingehören oder wo sie dazugehören und diese Heimatlosigkeit bringt beide zusammen, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten.“ Der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft?

Am heutigen Donnerstag findet eine öffentliche Generalprobe des Stücks um 18 Uhr im St. Ursula Gymnasium statt, Premiere ist dann am Freitag, 5. Mai, um 11.45 Uhr ebenfalls in der Aula des St. Ursula Gymnasiums. Dort ist es dann von Montag, 8. Mai, bis Donnerstag, 18. Mai, jeweils um 11 Uhr zu sehen, anschließend gastiert das Stück in Monschau, Stolberg und Alsdorf und ist am 2., 12., 14. und 30. Juni als Gastspiel buchbar. Weitere Informationen und Buchung bei Anja Geurtz unter 0241 4746117 oder per Mail unter greta@grenzlandtheater.de.

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