Aachen - Asbest im Putz von 26 Schulen und sechs Kitas

Asbest im Putz von 26 Schulen und sechs Kitas

Von: Oliver Schmetz
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Asbest ist ein alarmierendes Wort, weil der Stoff krebserregend ist – doch in diesem Fall sind die Vertreter der Stadt von Anfang an nicht müde geworden zu betonen, dass keine Gesundheitsgefahr besteht. Selbst dann nicht, wenn Schulen und Kitas betroffen sind.

Denn es geht nicht um Asbestplatten, die vor Jahrzehnten verbaut worden sind, sondern um eine geringe Asbestkonzentration in Putz- und Spachtelmaterialien. Und diese sei „bei normaler Nutzung“ völlig ungefährlich, betonen Gebäudemanagement, Gesundheitsamt und ein externer Gutachter, seit die Stadt das Thema vor drei Monaten öffentlich gemacht hat.

Mammutaufgabe für die Stadt

Erstmals aufmerksam wurde man auf die Putz- und Spachtelschichten bei der Sanierung der Musikschule. Schnell war klar, dass dieser Fund eine Mammutaufgabe bescherte. Schließlich konnten die Materialien auch in anderen städtischen Gebäuden, die vor 1993 errichtet worden sind – dem Jahr, als Asbest verboten wurde –, verbaut sein. Eine große Untersuchung lief an, wobei Schulen und Kindertagesstätten Priorität genossen.

Mittlerweile hat man von 59 in Frage kommenden Schulgebäuden 48 untersucht. Ergebnis: 26 sind betroffen. Von 36 Kitas sind 30 untersucht, sechs sind betroffen. Vom Asbest befreit wird kein Gebäude, weil der Gutachter dies nicht für nötig hält. Dessen „Feldversuche“ haben ergeben, dass nur dann vereinzelte Asbestfasern freigesetzt werden, wenn man die Wände abschleift – was normalerweise in Schulen und Kitas niemand tut.

Immerhin: Die Hausmeister der betroffenen Gebäude sind mittlerweile instruiert. All diese Infos sind am Mittwochabend auch auf einer Veranstaltung im Geschwister-Scholl-Gymnasium präsentiert worden. Die Resonanz zeigt, dass sich die Aufregung bei Eltern, Erziehern und Lehrern in Grenzen hält: Nur rund 30 Besucher kamen laut Stadt in die Schulaula.

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