Aachen - Armin Laschet: Im roten Pulli schwarze Wähler werben

Armin Laschet: Im roten Pulli schwarze Wähler werben

Von: Albrecht Peltzer
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Zuversicht: Armin Laschet und
Zuversicht: Armin Laschet und Ulla Thönnessen setzten im Landtagswahlkampf auf ein großes Unterstützerteam. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Irgendwie ist auf gar nichts mehr Verlass. Wenn der Christdemokrat Armin Laschet in den kommenden Wochen die Aachener auf Wahlplakaten anlächelt, muss sich der ein oder andere politisch schwarz gefärbte umstellen: Laschet trägt roten Pullover!

Was der als potenzieller Innenminister in einem CDU-geführten Düsseldorfer Kabinett gehandelte Aachener aber wohl nicht als Annäherung an die Sozialdemokraten verstanden wissen will. „Warum nicht?”, quittiert er vielmehr die leicht verwunderte Nachfrage nach rotem Outfit des schwarzen Kandidaten...

Es bleibt nicht viel Zeit zur farbenpolitischen Umgewöhnung fürs Wahlvolk, es bleibt auch nicht viel Zeit für die Wahlkämpfer. Samstag soll es so richtig losgehen in Aachen. Vier Wochen Buhlen um des Wählers oder der Wählerin Gunst - ein solch knappes Timing gab es selten.

Armin Laschet und seine Mitstreiterin Ulla Thönnessen, die im Wahlkreis 1 antritt, setzen dabei gezielt auf die Unterstützung eines vielköpfigen Wahlkampfteams unter der Führung von Markus Schmidt-Ott und Nina Wolff. An Infoständen - die von anglophil geschmeichelten Politikern lieber mit „Canvassing” (Wahlwerbung) umschrieben werden -, bei Veranstaltungen und vor allem bei Hausbesuchen werden Laschet und Thönnessen von Mitgliedern des Teams tatkräftig unterstützt. Wobei es nicht nur um Logistik geht. Auch in die inhaltliche Diskussion sind Schmidt-Ott und Wolff sowie deren Mitstreiter von Beginn an eingebunden. Beispiel Wahlslogans: „Die haben wir in gemeinsamer Diskussion entwickelt”, betonte Ulla Thönnessen am Mittwoch.

Bei allen Vorteilen des weltweiten Netzes und seiner unterschiedlichsten Darstellungsmöglichkeiten - ein besonderer Code auf den Plakaten transportiert zum Beispiel ein Laschet-Thönnessen-Video aufs Smartphone -, die Kandidaten wollen vor allem auf das persönliche Gespräch setzen. Dass es „um jede Stimme geht”, mag mancher leichtfertig als Binsenweisheit abtun. Die Realität belehrt ihn eines anderen: Vor zwei Jahren fehlten dem damaligen CDU-Landtagsabgeordneten Rolf Einmahl im Wahlkreis 1 (Aachen-Nord) 287 Stimmen, um das Direktmandat zu holen. Armin Laschet: „Das zeigt, dass wir bis zum letzten Tag engagiert um die Wählerstimmen werben müssen.” Also ist „Canvassing” angesagt. Zahlreiche Termine sind dafür bereits fest gebucht. Mit Überraschungseffekt. „Für den letzten Tag werden wir uns etwas ganz Besonderes einfallen”, versprich Schmidt-Ott.

Die Bundeskanzlerin spricht auf dem Markt

Am Montag, 23. April, unterstützt die Bundeskanzlerin die Aachener CDU im Wahlkampf. Angela Merkel spricht um 17 Uhr auf dem Markt.
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