Aretzstraße im Ausnahmezustand: Rapper MoTrip zu Besuch

Von: Katrin Fuhrmann
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Hysterie an der GHS Aretzstraße: Hunderte Schüler wollen sich mit Rapper MoTrip fotografieren lassen, ihn umarmen und mit ihm sprechen. Der Künstler selbst bleibt dabei ganz entspannt und verspricht: „Jeder bekommt ein Autogramm und darf Fotos mit mir machen.“ Foto: Michael Jaspers
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Hysterie an der GHS Aretzstraße: Hunderte Schüler wollen sich mit Rapper MoTrip fotografieren lassen, ihn umarmen und mit ihm sprechen. Der Künstler selbst bleibt dabei ganz entspannt und verspricht: „Jeder bekommt ein Autogramm und darf Fotos mit mir machen.“ Foto: Michael Jaspers
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Hysterie an der GHS Aretzstraße: Hunderte Schüler wollen sich mit Rapper MoTrip fotografieren lassen, ihn umarmen und mit ihm sprechen. Der Künstler selbst bleibt dabei ganz entspannt und verspricht: „Jeder bekommt ein Autogramm und darf Fotos mit mir machen.“ Foto: Michael Jaspers

Aachen. Lautes Kreischen ist auf auf den Gängen der GHS Aretzstraße zu hören. Einige Schüler klopfen ganz aufgeregt an eine Tür. Wer sich wohl dahinter verbirgt? Ein paar Mädchen schubsen sich gegenseitig hin und her – sie wollen den besten Platz ergattern, bevor es gleich so weit ist und sie den derzeit vielleicht erfolgreichsten deutschen Rapper „MoTrip“ endlich zu Gesicht bekommen.

Als sich die Tür des Sekretariats öffnet, wird das Kreischen lauter und lauter. Die Schüler zücken ihre Handys und knipsen wild drauf los. Der Rapper scheint von dem Bad in der Menge total überwältigt zu sein. „Es ist ein schönes Gefühl, dass so viele junge Leute meine Musik mögen. So eine Hysterie, wie hier an der Schule erlebe ich aber nicht täglich“, sagt der Rapper. Er lässt sich von den Schülern umarmen, lächelt für Selfies in die Kameras und hält sogar noch einen kleinen Plausch mit der Presse.

Doch damit nicht genug. Als der Rapper den Schulhof betritt, scheint die Situation zu eskalieren. Hunderte Schüler strömen zum Eingang der Turnhalle, in der ein Jugendmagazin eine Sportstunde mit dem Künstler begleitet. „MoTrip, du bist der Beste“, „MoTrip, wir lieben dich“ und „Du bist der beste Rapper Deutschlands“ tönt es über den Schulhof. Lehrer und Sozialarbeiter können die aufgeregten Schüler nur schwer „bändigen“. Doch es bleibt friedlich. Schließlich wollen die Schüler ihrem Idol einfach nur nah sein, ihm Fragen stellen und Fotos machen.

Die Situation ist auch für Schulleiterin Dagmar Castillo ungewöhnlich. „Wir haben vor einer Woche erfahren, dass MoTrip heute an unserer Schule für eine Reportage zu Gast ist. Wir haben das Ganze bis heute in der zweiten Pause geheim halten können“, sagt Castillo. Trotzdem herrsche Ausnahmezustand. Man wolle schließlich nicht, dass sich jemand im Getümmel verletze.

Die drei Freundinnen Elena Froitzheim, Leonora Rama und Melek Reschka sind Fans der ersten Stunden. Sie kennen jedes Lied des Künstlers. „Er rappt nicht nur gut, sondern sieht auch noch extrem hübsch aus“, sagt die 15-jährige Elena. Besonders das Lied „So wie du bist“, das derzeit auch auf Platz Zehn der deutschen Singelcharts steht, ist für die Mädchen ein echter Knaller.

Der Rapper ist auch längst nicht mehr nur in seiner Heimatstadt Aachen bekannt. Deutschlandweit und auch in Österreich und der Schweiz gibt er mittlerweile Konzerte. 2012 brachte er sein erstes Album „Embryo“ heraus, das direkt in den Top Ten landete. Am 19. Juni erschien außerdem sein neues Album „Mama“.

Viele schöne Plätze in der Stadt

Auch wenn der Rapper viel unterwegs ist, kommt er immer wieder gerne nach Aachen zurück. „Aachen ist meine Heimat. Ich bin hier aufgewachsen, zur Schule gegangen und wohne auch momentan noch hier“, sagt der Rapper. Es gäbe viele schöne Plätze in der Stadt, die er nicht missen möchte.

Während MoTrip in der Turnhalle mit der Klasse 9c für besagte Reportage den Sportunterricht begleitet, warten rund 300 der 420 Schüler ganz gespannt im Foyer. Denn der Rapper hat angekündigt: „Wenn ich mit der Sportstunde fertig bin, gibt es genügend Zeit für Autogramme und Selfies“. Für die Freundinnen Elena, Leonora und Melek scheint die Zeit nicht zu vergehen. Ungeduldig schauen sie immer wieder auf die Uhr.

Als der Rapper nach gut einer Stunde etwas verschwitzt, aber immer noch „sehr stylisch“, wie die Mädchen finden, das Foyer der Aula betritt, erreicht die Hysterie den Höhepunkt. Nicht nur für die drei Freundinnen. In Dreiergruppen dürfen die Schüler Selfies mit dem Rapper machen und sich Autogramme schreiben lassen. Dabei kassiert der Künstler mächtig viel Lob – nicht nur für seine Musik.

Auch sein Style und seine „liebe Art“ kommen an. Castillo ist am Endes des Tages entspannter als zu Beginn. „Es ist alles gut gegangen und die Schüler sind zufrieden. Das freut mich sehr“, sagt sie.

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