Architekturwettbewerb: Studenten sollen Rothe Erde Impuls geben

Von: Leon Kirchgens
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Architekturwettbewerb
6. Architekturwettbewerb von S-Immo Aachen mit der FH Aachen: Masterstudierende begutachteten das Grundstück zwischen Freunder Weg und Mataréstraße mit Horst Fischer (FH), Thomas Hübner (Gewoge), Dietmar Röhrig (S-Immo) und Ulrich Warner (Gewoge). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es ist mittlerweile eine kleine Tradition: Der Architekturwettbewerb des Aachener Baulandentwicklers „S-Immo“ und des Fachbereichs Architektur der FH Aachen geht in die sechste Runde. Von nun an haben etwa 20 Studierende des Masterstudienganges Architektur drei Monate Zeit, um ein Gebäude in Aachen Rothe Erde zu konzipieren.

Das 2000 Quadratmeter große und unbebaute Grundstück liegt in einem Blockinnenbereich zwischen Freunder Weg, Bonifatius-straße, Zeppelinstraße und der Mataréstraße. Aufgabe der Studierenden sei es nun, einerseits architektonisch hochwertige und anspruchsvolle Gebäude zu entwerfen, andererseits auch die Wirtschaftlichkeit im Auge zu behalten, sagte Professor Horst Fischer, der das Projekt betreut, bei der Auftaktveranstaltung.
 
Denn die Studierenden sollten den Schwerpunkt auf Familien mit Kindern und niedrigem Einkommen legen. „Die Aufgabe der angehenden Architekten ist es nicht, unnötige Luxusimmobilien, sondern bezahlbaren Wohnraum zu entwerfen“, sagte Fischer.
 
In etwa 30 Wohnungen sollen 100 Personen dort am Ende – theoretisch – wohnen können. Bei der Planung komme es darauf an, eine Mischung aus großen und kleinen Wohnungen zu entwerfen, sagte Ulrich Warner von der gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (Gewoge), die das Grundstück zur Verfügung stellt: „Wir haben 80-Quadratmeter-Wohungen, die mal sehr gut, mal gar nicht für Familien geeignet sind“, sagte er, „dabei kommt es auf die richtige Konzeption an.“
 
Eine Aufgabe, die auch die Studierenden  bei der Planung zu berücksichtigen haben. Weitere Herausforderungen ergeben sich laut Fischer aus der Umgebung des Grundstücks in Rothe Erde. „Rothe Erde ist mit den ganz unterschiedlichen sozialen Milieus, den vielen Umbauten in den vergangenen Jahren, aber auch wegen der guten Infrastruktur, wie den Aachen-Arkaden, architektonisch ein sehr interessanter Bereich“, sagte er.  
 
All diese Punkte gelte es bei der Planung für die Studierenden zu berücksichtigen. Ob die Konzepte am Ende auch umgesetzt werden? Eine Frage, die sich wohl vor allem auch die Studierenden stellen dürften. „Eins zu eins umgesetzt wird keiner der Entwürfe. Aber wie in den vergangenen Jahren werden wir vielleicht gute Ideen übernehmen“, sagte Warner, der es zu schätzen weiß, dass die Gewoge die Gebäudekonzeption von den Nachwuchsarchitekten, den „klugen Köpfen“, ein Stück weit geschenkt bekommt.
 
Die Förderung dieses Nachwuchses steht auch für „S-Immo“-Geschäftsführer Dietmar Röhrig bei dem gesamten Projekt im Vordergrund. „Wir wünschen uns, dass die angehenden Architekten, kreative Impulse für den Städtebau in der Region geben können“, sagte er. Welche drei von den etwa 20 Studierenden die besten Gebäude entworfen haben und somit ein Teil des Preisgeldes von 2500 Euro bekommen, entscheidet eine Jury am 14. Juli. 

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