Aachen - „Architektur und Schule“ begeistert den Nachwuchs für Baukunst

„Architektur und Schule“ begeistert den Nachwuchs für Baukunst

Von: Tim Habicht
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Greifbare Ergebnisse gehören dazu: Die Gesamtschüler entwickelten auf Einladung von Marlies Hentrup-Fuhrmann (vorn) auch eigene Ideen in Sachen Baukunst. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Unser Traum ist es natürlich, dass Architektur einmal als Fach in der Schule angeboten wird“, gibt die Architektin Marlies Hentrup-Fuhrmann zu. Bis dahin ist es vermutlich noch ein weiter Weg, auch wenn dieser Traum in anderen Ländern schon Wirklichkeit geworden ist.

Gerade deswegen setzt sich der Bund Deutscher Architekten (BDA) Aachen seit vielen Jahren dafür ein, dass Schülerinnen und Schüler an die Architektur herangeführt werden. „Seit elf Jahren haben wir eine Kooperation mit dem Kunst-Leistungskurs der Heinrich-Heine-Gesamtschule“, sagt Hentrup-Fuhrmann.

Innerhalb von vier Tagen bekommen die 18 Schülerinnen und Schüler der zwölften Jahrgangsstufe der Heinrich-Heine-Gesamtschule sowie des Anne-Frank-Gymnasiums im gemeinsamen Leistungskurs einen Überblick zu den Themen Baukunst, Beleuchtung und Natur.

Gemeinsam besuchten sie die Museumsinsel Hombroich, Aachener Experten hielten Einführungen und Vorträge über die Beleuchtung von Kunstwerken, das Erstellen von Modellen und die Architektur im Allgemeinen. Der BDA finanzierte alle Ausflüge, Vorträge und auch die Arbeitsmaterialien.

„Umwelt und Architektur geht schließlich jeden Menschen an. Wir können fertige Gebäude nicht einfach wegräumen wie ein Bild oder ein Buch. Dabei müssen wir aber auch den Blick für das Schöne schärfen. Das fängt im eigenen Zimmer schon an“, sagt Marlies Hentrup-Fuhrmann. Dabei sei Architektur zwar enorm wichtig, aber im kulturellen Bewusstsein nicht so verankert wie etwa Musik oder Literatur.

Natürlich durften und sollten alle Schülerinnen und Schüler selbst zeigen, was sie gelernt haben, und in kleinen Gruppen eigene Modelle entwerfen. Sie sollten einen Raum für drei Kunstwerke konzipieren. Die Modelle fielen dabei extra groß aus. Alle Pennäler, die normalerweise im Kunstunterricht nicht unbedingt in der dritten Dimension arbeiten, sollten sich ihre Gebäude plastisch vorstellen und sie somit greifbar machen.

Zoé Vossen vom Anne-Frank-Gymnasium und Jordan Buiting von der Heinrich-Heine-Gesamtschule zeigten sich jedenfalls begeistert von der Aktion: „Das hat richtig Spaß gemacht. Vor allem der Ausflug war toll. Außerdem war es super, dass wir uns kreativ selbst verwirklichen können und Einblicke und die Architektur bekommen haben.“

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