Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen: Seite an Seite im Glauben

Von: Julia Esser
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Aachen. Zusammen aufstehen, etwas tun und den Glauben an andere weitergeben – dieser Aufgabe kommt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) schon seit 40 Jahren nach. Im Jahr 1976 war sie als Konferenz der daran interessierten Kirchen und Gemeinden gegründet worden.

Derzeit zählt der ACK sieben Mitglieder und zwei weitere Gemeinden mit Gaststatus und damit mehr Freikirchen als bei seiner Gründung. Ihr Ziel ist die Förderung der ökumenischen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen christlichen Konfessionen, wofür sie sich etwa fünfmal im Jahr zu gemeinsamen Beratungen und Planungen treffen.

„Eine Leistung, die ermutigt“

„Vier Jahrzehnte der Zusammenarbeit und des geschwisterlichen Unterwegsseins sind eine gute Leistung, die ermutigt“, freut sich der Vorsitzende des ACK, Pfarrer Andreas Mauritz von der katholischen Pfarrei St. Jakob. „Uns ist es wichtig, voneinander zu wissen, darüber zu sprechen, wo Unterschiede und Gemeinsamkeiten sind und immer alle christlichen Konfessionen im Blick zu behalten, nicht nur die großen katholischen und evangelischen Gemeinden.“ In anderen Regionen finden reine Konferenzen statt, in Aachen werden auch Aktionen veranstaltet. Eine große Veranstaltung, die vom ACK organisiert wird, ist zum Beispiel das Weihnachtssingen auf dem Tivoli, das dieses Jahr zum vierten Mal stattfindet.

„Es ist die Kombi, die überzeugt: Von Alemannia-Fans, Kindern und Familien bis hin zu Jugendlichen. Alle kommen zusammen“, erklärt Mauritz. So merke man, dass die Verbundenheit größer sei als Unterschiede. Birgit Schindler, Leiterin der Vineyard-Gemeinde Aachen, betrachtet diesen Aspekt als besonders wertvoll: „Im Austausch merkt man, dass die Unterschiede im Tiefsten nicht groß sind. Wenn wir von Gott reden, meinen wir den selben.“

Durch die Arbeit des ACK wurde das ökumenische Klima der Stadt in der letzten Jahrzehnten verbessert. So stellten im vergangenen Jahr die Flüchtlinge eine große Herausforderung dar. Pfarrer Armin Drack von der evangelischen Kirchengemeinde Aachen erklärt, dass diese die ACK zwar nicht direkt betroffen hat, sich die Gemeinden trotzdem informieren und vernetzen mussten, um den entsprechend Unterstützung anbieten zu können.

Gelegenheit zur verstärkten Zusammenarbeit wird es im kommenden Jahr geben, in dem die Evangelische Kirche den 500. Jahrestag des Beginns der Reformation feiert. Dabei soll Luther nicht nur gefeiert, sondern viel mehr das Motto des „Gemeinsam Weitergehens“ umgesetzt werden. „Sogar im Reformationsjahr 2017 achten wir sorgsam auf die ‚Geschwisterlichkeit‘ und wollen möglichst viel gemeinsam begehen und feiern: zum Beispiel einen Aachener Kirchentag, Pilgerwege und besondere Gottesdienste mit unterschiedlichen ökumenischen Akteuren“, erläutert Drack.

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