Aachen - Arbeiten viel zu schade für die Schublade

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Arbeiten viel zu schade für die Schublade

Von: Alexander Barth
Letzte Aktualisierung:

Aachen. „Solche außergewöhnlichen Arbeiten dürfen nicht in der Schublade verschwinden”, findet Ilka Helmig.

Die Professorin für Grafik-Design, visuelle Konzeption und zeichnerische Gestaltung an der Fachhochschule Aachen sieht die Ausstellung „Books & Zines” als „Wertschätzung für die kreative und mutige Arbeit von Studenten, die ansonsten zahlreichen Zwängen unterliegen und hier ihren verdienten Freiraum bekommen haben”.

Damit meint sie neben dem Druck der Regelstudienzeit auch die inhaltlichen, dem späteren Berufsleben angepassten Vorgaben, die ein Design-Studium im jungen 21. Jahrhundert bereit hält.

Bis zum 21. Juli sind rund 30 Bachelor- und Semesterarbeiten in der Loggia des Ludwig-Forums im Schatten der von Dan Perjovschi gestalteten Wände, zu sehen, die eben aus diesem gestalterischen Freiraum entstanden sind. Die Ausstellung vereint nahezu alles, was sich gestalterisch zwischen Buchdeckel oder Magazincover pressen lässt: Alltags- und Street-Fotografie, Dokumentationen, Stoffdesign, Bücher und spannende Druckwerke im Fanzine-Stil.

So wie die Arbeit von Rebekka Apostolidis. Sie stellt im Ludwig-Forum ihre Bachelor-Arbeit aus. Darin verarbeitet sie Eindrücke aus Aachen und Buenos Aires, wo sie ein Jahr lang lebte und arbeitete. Dazu hat sie Stadtpläne mit Fotografien aus beiden Städten kombiniert. So sind zahlreiche handliche Magazine entstanden, die in der Gesamtheit Leben und Wirken gegenüberstellen und gleichzeitig miteinander verweben. Lohn der vielmonatigen Mühen: Der Abschluss mit einer glatten Note von 1,0.

Sabine Edel vereint in fünf individuell arrangierten Bänden kreative Buchgestaltung mit Lokalkolorit: Sie hat fünf Aachener Modedesigner bei ihrer Arbeit fotografisch begleitet und porträtiert. Unter ihnen ist auch Simone Frings, die seit September 2010 ihren Laden „sO mINe” in der Jakobstraße betreibt. Sie ist sichtlich begeistert von „ihrem” Band: „Ich finde mich und meine Arbeit hier absolut wieder. Mir hat besonders die zurückhaltende Art gefallen, mit der Sabine Edel mich begleitet hat. Sie hat den handwerklichen Aspekt meiner Arbeit wunderbar eingefangen.”

Das abgelieferte Design-Handwerk gefällt auch Ilka Helmig. Auch zukünftig will sie Studenten die Möglichkeit geben, sich und ihre Arbeiten im musealen Rahmen zu präsentieren. „Das Feedback in so einer Ausstellung ist unheimlich wichtig. Es hilft, um weitere Schritte angstfrei zu gehen. Nur so kann man als Gestalter alles geben.”
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