Arabisches Fest: Akkordeon als Tor zum Orient

Von: Svenja Pesch
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Arabisches Fest mit Kunst, Musik und Literatur: Der Künstler Mohammed Ahmed präsentiert am Sonntag im „Kunstwechsel“ unter anderem eine Koffer-Installation. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Dass es ausgerechnet ein Akkordeon ist, welches für ein arabisches Fest ausschlaggebend ist, mag im ersten Moment vielleicht etwas ungewöhnlich klingen. Denn das typisch deutsche Instrument assoziiert man nicht unbedingt mit orientalischen Klängen. Für den Musiker Manfred Leuchter stand bei seinen Begegnungen mit arabischen Landsleuten aber genau das im Mittelpunkt.

Und es zeigte sich schnell, dass „typisch deutsche Klänge“ und orientalische Musik perfekt zusammenpassen. Wolfgang Becker freut sich über die Kontakte, die Leuchter hat, denn gemeinsam mit anderen Künstlern veranstaltet er im „Kunstwechsel“ an der Wilhelmstraße 26 ein arabisches Fest. „Auf der Suche nach Heimat“ ist der Titel der am morgigen Sonntag, 4. Januar, von 16 bis 20 Uhr stattfindenden Veranstaltung, die ganz im Zeichen der arabischen Kultur steht.

„Die Idee ist aus der Ausstellung von Mohammed Ahmed heraus entstanden, der sich mit der Thematik auf verschiedene Weisen beschäftigt hat“, so Becker. „Durch Manfred Leuchter sind Kontakte zu anderen Künstlern, beispielsweise aus dem Libanon oder aus Syrien, entstanden. Und zusammen feiern wir ein großes Fest, bei der neue Begegnungen klar im Fokus stehen“, ergänzt er.

Musik, arabische Gedichte, die sowohl auf Arabisch als auch auf Deutsch vorgetragen werden, sowie eine Malaktion mit Kindern sind Programmpunkte, auf die sich die Besucher freuen können. Mona Creutzer vom Theater K, der Künstler Suleman Taufig und Mohammed Ahmed möchten durch die Aktionen auch zum Mitmachen animieren. So kann man bei einer Malaktion Bilder erschaffen, die sich um das Thema Heimat drehen und die Frage aufwerfen, was denn Heimat eigentlich bedeutet. Christian Kind vom Bildungs- und Integrationsverein „hêvî“, was kurdisch ist und Hoffnung bedeutet, ist ebenfalls mit von der Partie.

Bereits jetzt haben sich einige Kinder zum Malen angekündigt. Bei der anschließenden Tombola werden die gemalten Bilder für einen guten Zweck versteigert. Ein besonderes Highlight ist auch die Koffer-Installation von Mohammed Ahmed. Überall im Raum findet man Koffer. „Ich behandle die vielen Facetten, die eine Flucht und ein damit verbundenes neues Leben mit sich bringen. Es sind viele kritische Dinge, wie der andauernde Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis, oder auch die Selbstmordattentäter, “ erzählt Ahmed.

Doch obwohl seine Arbeiten einen nachdenklich machen, so betonen er und die Künstler, dass es ein freudiges und schönes Fest werden soll, bei dem der Orient mitten in Aachen Einzug erhält.

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