Aachen - „Aprilapril“: Ausstellung, die mit Qualität auf den Arm nimmt

„Aprilapril“: Ausstellung, die mit Qualität auf den Arm nimmt

Von: André Schaefer
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Große Gruppenausstellung: Unter dem Titel „Aprilapril“ sind in der Galerie „Artikel 5“ in der Bahnhofstraße bis zum 25. Mai 43 Werke von 26 Künstlern zu sehen. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Wenn bei einer Kunstausstellung Werke von 1026 Künstlern angekündigt werden und diese Ausstellung ganz zufällig noch den Namen „Aprilapril“ trägt, dann runzelt der Betrachter zunächst einmal die Stirn. Wer dann ganz neugierig vor der Produzentengalerie „Artikel 5“ in der Bahnhofstraße steht, wundert sich angesichts der beschränkten räumlichen Kapazität erst recht.

Schnell wird klar: Hier soll der Besucher erst einmal schön auf die Schippe genommen werden. Bis zum 25. Mai ist die Gruppenausstellung der etwas anderen Art in der Galerie „Artikel 5“ zu sehen.

Alles also nur ein Scherz? Von wegen! „Der Name unserer Ausstellung gibt dem Betrachter die Möglichkeit, die Werke ernst zu nehmen oder nicht“, sagt Petra Ostré. Sie ist eine von fünf Betreibern der kleinen Produzentengalerie am Bahnhofsplatz, die 2006 eröffnet wurde und nun zum vierten Mal in Folge die Besucher mit einer Ausstellung anzieht.

Platzprobleme gab es bei der Vernissage in der Tat – allerdings aufgrund der vielen Besucher. Sie sahen sich 43 Werke von 26 Künstlern an. Trotz der kleinen komischen Note der Ausstellung bleibt die Qualität allerdings keineswegs auf der Strecke. „Die Qualität der Werke ist uns ganz wichtig. Da schauen wir schon genau hin“, betont Ostré.

Viele bekannte Künstler aus Aachen zeigen derzeit in der Galerie ihre Werke, aber auch Kreative aus Bremen, Berlin und dem französischen Reims verleihen der Ausstellung eine gehörige Portion Charme. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt – ob Malerei, Fotografie oder Installationen: „Es ist für jeden etwas dabei“, meint Anett Hoffmann, ebenfalls Betreiberin der Galerie. Ihre persönliche Stilrichtung: die Fotografie. Ihr Werk „Underground“ zeigt eine U-Bahnstation aus mehreren verschiedenen Perspektiven.

Gleich vorne rechts neben dem Eingang fällt das Werk von Karl von Monschau ins Auge: Sein Acryl-Bild wirkt fast schon ein wenig lebendig, darauf geschrieben steht: „Ich bin stolz ein Bild zu sein.“ Diese sympathische Portion an Witz fehlt auch bei Gisela Klaßen nicht, der es gelingt, mit ihrem Werk „gefiltertes Fernweh“ die Reiselust nach Afrika auf zwei gewöhnlichen Kaffeefiltern auszudrücken. „Generell ist unsere Ausstellung deswegen so interessant, weil jedes einzelne Werk einen großen Spielraum der Betrachtung bietet“, ist sich Hoffmann sicher. Heißt wohl konkret: Lässt man sich auf den Arm nehmen, oder nicht?

Die Gruppenausstellung „Aprilapril“ ist bis zum 25. Mai samstags von 12 bis 15 Uhr sowie nach Vereinbarung unter 0178/7617852 in der Galerie „Artikel 5“, Bahnhofstraße 33, zu sehen.

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